Die große Meta‑Analyse von Nicolas Sommet et al. findet keinen robusten Durchschnittseffekt wirtschaftlicher Ungleichheit auf Wohlbefinden oder psychische Gesundheit; Armut, Inflation und Chancengerechtigkeit sind wirksamere Hebel.
Dr. Daniel Stelter ordnet in der Folge die politische Debatte um Umverteilung, frühere Studien (Wilkinson/Pickett, Piketty) und WHO‑Thesen ein. Im Zentrum steht die im Dezember 2025 in Nature veröffentlichte Meta‑Analyse von Nicolas Sommet et al., die 168 Einzelstudien (mehr als 11 Mio. Teilnehmende) auswertet und nach Korrektur für Publikationsbias praktisch keinen Durchschnittseffekt findet. Sommet betont, Ungleichheit kann unter Armut oder hoher Inflation schaden, zeigt aber, dass Politik Wachstum, Preisstabilität und Chancengleichheit — vor allem Bildung — fördern sollte.
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Dr. Daniel Stelter ist Moderator des Ökonomie‑Podcasts BTO und Autor. In dieser Folge führt er in die Debatte um Ungleichheit ein, ordnet frühere Studien und WHO‑Thesen ein und moderiert das Gespräch mit Nicolas Sommet.
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Nicolas Sommet ist Assistant Professor für Sozialpsychologie am Institut für Psychologie der Universität Lausanne. Er promovierte in Grenoble, forscht seit rund zehn Jahren zu psychologischen und gesellschaftlichen Effekten wirtschaftlicher Ungleichheit, leitet den Swiss National Science Foundation Grant 'Inequality and Wellbeing' und ist Mitglied des Lausanner Instituts für Sozialpsychologie.
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