Rüdiger von Fritsch zeigt, dass persönliche Aufarbeitung historische Verantwortung schafft und warnt davor, dass politische Geschichtspolitik die Gegenwart gefährlich instrumentalisieren kann.
Alice Bota und Michael Thumann sprechen mit Rüdiger von Fritsch über seine Familiengeschichte und sein Buch »Die Geschichte in mir«. Von Fritsch schildert die schwierige Auseinandersetzung mit einem überzeugten Nazi-Vater und erklärt, wie Erinnerungspolitik sein diplomatisches Handeln prägte. Im Gespräch wird deutlich, warum individuelle Schuld, weitergereichte Verantwortung und staatliche Geschichtsfälschung zentrale Themen für das Verhältnis zu Russland und der Ukraine sind.
Zahlen & Fakten
1928
Jahr, in dem von Fritschs Vater der NSDAP beitrat.
5 Jahre
Dauer der russischen Kriegsgefangenschaft, die bei Alices Großvater erwähnt wird.
18
Alter von Polja (Paul von Hahn), als er im Krieg fiel.
Weitere 3 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
6,5 Dioptrien
Angabe zur Sehschwäche von Polja, die sein Überleben im Krieg unwahrscheinlich machte.
2014
Jahr, in dem Rüdiger von Fritsch Botschafter in Moskau wurde.
2022
Jahr der sichtbaren Eskalation mit der Vollinvasion der Ukraine.
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• BuchRüdiger von Fritsch: »Die Geschichte in mir. Eine deutsche Familie im 20. Jahrhundert«. Siedler Verlag, 2026.
• BuchGrzegorz Rossoliński-Liebe: »Stepan Bandera. Leben und Kult«. Wallstein Verlag, 2025.
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
MMichael ThumannHOST
Leiter des Moskauer Büros der ZEIT und Moskau‑Korrespondent; berichtet vor Ort über Politik, Gesellschaft und Wirtschaft in Russland und ist Co‑Moderator des Podcasts „Ostcast“. (Er liefert in dieser Folge Eindrücke aus Moskau und Regionen.)
Alle Auftritte von Michael Thumann →RRüdiger von FritschGAST
Rüdiger von Fritsch ist ehemaliger deutscher Botschafter in Warschau und in Moskau, war stellvertretender Chef des Bundesnachrichtendienstes und arbeitete im Pressereferat des Auswärtigen Amtes. In seinem Buch »Die Geschichte in mir« (Siedler 2026) setzt er sich ausführlich mit der NS-Vergangenheit seiner Familie, der Rolle seines Vaters in der Besatzungszeit und den Folgen für Erinnerungspolitik und Diplomatie auseinander.
Alle Auftritte von Rüdiger von Fritsch →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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