Der Ostcast
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Wie viel Schuld empfinden wir gegenüber Russland?

16. Juli 2026 · 1 Std. 3 Min.

Rüdiger von Fritsch zeigt, dass persönliche Aufarbeitung historische Verantwortung schafft und warnt davor, dass politische Geschichtspolitik die Gegenwart gefährlich instrumentalisieren kann.

Alice Bota und Michael Thumann sprechen mit Rüdiger von Fritsch über seine Familiengeschichte und sein Buch »Die Geschichte in mir«. Von Fritsch schildert die schwierige Auseinandersetzung mit einem überzeugten Nazi-Vater und erklärt, wie Erinnerungspolitik sein diplomatisches Handeln prägte. Im Gespräch wird deutlich, warum individuelle Schuld, weitergereichte Verantwortung und staatliche Geschichtsfälschung zentrale Themen für das Verhältnis zu Russland und der Ukraine sind.

Themen & Erkenntnisse

Familiengeschichte und persönliche Aufarbeitung
Schuld, Verantwortung und deutsche Erinnerungspolitik
Putins Geschichtspolitik, Propaganda und Gegenstrategien

Wer spricht

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Michael ThumannHOST

Leiter des Moskauer Büros der ZEIT und Moskau‑Korrespondent; berichtet vor Ort über Politik, Gesellschaft und Wirtschaft in Russland und ist Co‑Moderator des Podcasts „Ostcast“. (Er liefert in dieser Folge Eindrücke aus Moskau und Regionen.)

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Rüdiger von FritschGAST

Rüdiger von Fritsch ist ehemaliger deutscher Botschafter in Warschau und in Moskau, war stellvertretender Chef des Bundesnachrichtendienstes und arbeitete im Pressereferat des Auswärtigen Amtes. In seinem Buch »Die Geschichte in mir« (Siedler 2026) setzt er sich ausführlich mit der NS-Vergangenheit seiner Familie, der Rolle seines Vaters in der Besatzungszeit und den Folgen für Erinnerungspolitik und Diplomatie auseinander.

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