Die Dunkelkammer – Der Investigativ-Podcast
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#349 History. Kickl und die Neue Rechte – „Den politischen Umsturz vordenken“

7. Juli 2026 · 16 Min.

Die FPÖ unter Herbert Kickl nutzt die Intellektuelle der Neuen Rechten, insbesondere die Identitären, um einen ideologischen Systemwechsel vorzudenken, der auf Homogenität, Ausgrenzung des Fremden und Remigration hinausläuft – eine Kontinuität rechtsextremer Ideologie von den NS-Anfängen der Partei bis heute.

Die Folge zeigt die ideologische Verflechtung der FPÖ unter Herbert Kickl mit der Neuen Rechten und den Identitären. Sie rekonstruiert, wie die FPÖ – gegründet 1956 von ehemaligen Nationalsozialisten – von antisemitischen und rassistischen Kampfbegriffen wie "Umvolkung" und "Überfremdung" zu modernen Konzepten wie "Remigration" übergegangen ist. Zentral ist die Analyse von Kickls Jubiläumsrede, die sich philosophisch auf Heidegger und Karl Schmitt stützt – Denker, deren Werke die Neue Rechte instrumentalisiert, um einen politischen Umsturz vorzudenken, der auf Volkshomogenität und Ausscheidung des Heterogenen abzielt.

Zahlen & Fakten

1956

Gründungsjahr der FPÖ durch ehemalige Nationalsozialisten

30 Jahre

Zeitraum, seit dem die FPÖ von Umvolkung spricht; später Parteiaustritte und Gründung des Liberalen Forums

1999

FPÖ-Wahlkampf in Wien mit Plakaten "Stopp der Überfremdung"; Haiders Schlusskundgebung am Stephansplatz

Weitere 6 Zahlen & Fakten anzeigen

1986

Universität Wien: Vortrag von Pierre Krebs vor dem Verlust der biologischen Substanz der Völker; Überfall auf protestierende Studenten

1987

Juridikum Wien: RFS-Veranstaltung mit Redner Reinhold Oberlärcher und Übergriffen auf Studenten

1953

Hermann Buhl bezwang den Nanga Parbat allein, ohne künstlichen Sauerstoff – von Kickl als Beispiel des Willens gefeiert

40 Stunden

Dauer von Hermann Buhls Aufstieg in der Todeszone des Nanga Parbat

1933

Jahr, in dem Heidegger als Unirektor eine flammende Rede für den Führer hielt

1945

Kriegsende: Heidegger erhielt Lehrverbot und hoffte auf Milde von der französischen Besatzungsmacht

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Historische Kontinuität: Von NS-Begriffen zur modernen Rhetorik · ab [00:00:53]: Von "Umvolkung" über "Überfremdung" zu "Remigration": Die FPÖ modernisiert NS-Vokabular. Diese rassistischen Kampfbegriffe prägen die Rhetorik von Haider bis Kickl kontinuierlich.
Verflechtung von FPÖ-Elite mit Rechtsextremismus und Identitären · ab [00:05:02]: FPÖ-Funktionäre wie Graf und Schiefer waren seit den 1980ern mit Neonazi-Veranstaltungen verbunden. Heute arbeitet die Partei ideologisch eng mit den Identitären zusammen.
Heidegger und Schmitt als philosophische Werkzeuge des geplanten Systemwechsels · ab [00:07:16]: Kickl nutzt Heidegger und Schmitt als philosophische Rechtfertigung für Homogenität und Ausgrenzung. Die Neue Rechte denkt den Systemumsturz vor, den die FPÖ-Führung anstrebt.

Quellen

BuchDeutsches Handbuch für Rechtsextremismus

RedeTech-Manifest von Alex Karp (Palantir-CEO)

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

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Christa ZöchlingHOST

Journalistin und Redakteurin bei Profil, bekannt für investigative Arbeiten zur österreichischen Zeitgeschichte und zum Thema Antisemitismus. Sie interviewte 1994 Wiener Bürgermeister und produziert Essays zur Dunkelkammer-Serie.

Alle Auftritte von Christa Zöchling

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.