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#277 Inklusive Sprache verändert Tech-Kultur. KI nicht. – mit Lukas Kahwe Smith

21. Juli 2026 · 1 Std. 28 Min.

Inklusive Sprache ist kein moralisches Dogma, sondern ein bewusstes Werkzeug, um durch Wortwahl Stereotypen abzubauen und Menschen wirklich anzusprechen – ohne dabei perfekt sein zu müssen.

Die Episode diskutiert inklusive Kommunikation in der Softwareentwicklung und Tech-Kultur. Lukas Kahwe Smith, Entwickler und ehemaliger CTO von Witty Works, erklärt, wie Sprache Bilder im Kopf erzeugt und Kulturen prägt. Das Gespräch behandelt Gendern als Werkzeug, problematische Wörter mit historischem Kontext, die Herausforderung von technischen Begriffen wie Master/Main-Branch, und warum KI-Modelle inklusive Sprache nicht automatisch lösen – sondern eher zementieren.

Zahlen & Fakten

2009

Jahr, in dem Lukas Kahwe Smith zusammen mit Johannes Schlüter PHP 5.3 als Release Manager veröffentlichte

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Inklusive Kommunikation: Definition und Grundverständnis · ab 06:46: Inklusive Kommunikation bedeutet, Menschen bewusst anzusprechen und dabei offen für Feedback zu sein – nicht perfekt, sondern kontextsensitiv und feinfühlig.
Gendern, Stereotypen und die Kraft der Sprache · ab 11:54: Gendern ist kein Dogma, sondern ein Lernwerkzeug: Es signalisiert Bewusstsein für Stereotype und Bereitschaft zur Veränderung, auch wenn es grammatikalisch unbequem wirkt.
Problematische Wörter, historischer Kontext und kulturelle Signale · ab 17:46: Wörter wie «ausmerzen» oder «Mischpoke» tragen historische Lasten und kulturelle Bedeutungen – sie zu vermeiden signalisiert Bewusstsein für die eigene Kultur.
Tech-Begriffe, Branch-Namen und die Debatte um Main vs. Master · ab 49:23: Begriffe wie Whitelist/Blacklist oder Master/Main-Branch sind nicht nur Benennungen – sie transportieren kulturelle Bedeutungen und beeinflussen, wer sich im Tech-Ecosystem willkommen fühlt.
Witty Works: Vom Startup zur Open-Source-Lösung · ab 28:44: Lukas baute mit Witty Works ein Browser-Plugin, das inklusive Sprache in Job-Ausschreibungen und Teamkommunikation aktiv unterstützte – mit regelbasiertem Ansatz und Lernmodulen statt reiner Korrektur.
KI, LLMs und die Zementierung alter Sprachmuster · ab 01:03:09: ChatGPT und Claude helfen nur, wenn man explizit um inklusive Sprache fragt – und zementieren ansonsten die Sprache der Vergangenheit, da sie auf älteren Trainingsdaten basieren.
Praktische Schritte und Appell zur Großzügigkeit · ab 01:17:52: Die wichtigsten Schritte: bewusst beobachten, bei Feedback reagieren, ohne zu defensiv zu sein, und Großzügigkeit von denen erwarten, die vom Status quo profitieren.

Quellen

BuchBuch «What Works: Wie Verhaltensdesign die Gleichstellung revolutionieren kann» von Iris Bonet

ArtikelGitHub Blog: Support for renaming an existing branch (master to main)

StudieStudie: «The motivation of mission statements: How regulatory mode influences workplace discrimination» (Cambridge-Universität)

Weitere 2 Quellen anzeigen
Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

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