Polyneuropathie: Psilocybin könnte Nebenwirkungen von Chemotherapie lindern
4. September 2026 · 5 Min.
Psilocybin schützt im Mausmodell und in entnommenem menschlichem Nervengewebe vor chemotherapie‑induzierter peripherer Neuropathie, ohne die tumorwirksame Wirkung der Chemotherapie zu beeinträchtigen.
In einem tierexperimentellen Modell und an entnommenem menschlichem Nervengewebe verhindert Psilocybin demnach das Auftreten von Chemotherapie‑induzierten Nervenschäden. Die Wirkung zeigte sich in Verhaltensversuchen mit Mäusen und in Mikroskopieaufnahmen von menschlichen Nervenzellen. Vermittelt wird der Schutz offenbar durch einen Metaboliten von Psilocybin, der bestimmte Serotoninrezeptoren aktiviert und den Erhalt von Mikrotubuli sowie den Mitochondrientransport in Nervenendigungen sichert. Eine klinische Phase‑2‑Studie soll die Ergebnisse jetzt am Menschen prüfen.
Zahlen & Fakten
6
Anzahl aufeinanderfolgender Chemotherapiezyklen, nach denen Mäuse trotz Chemotherapie weiterhin durch Psilocybin geschützt blieben.
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieStudie von Patrick Doherty, MD Anderson Cancer Center, University of Texas (Untersuchung zu Psilocybin und Chemotherapie‑induziierter peripherer Neuropathie)
• RedeHelmer Lehmann (Leiter der Neurologie am Klinikum Leverkusen) – Bewertung der Studie als "beeindruckende Arbeit"
• RedeWolfgang Löscher (Neurologische Universitätsklinik Innsbruck) – Einordnung der Ergebnisse als großen Schritt für die Onkologie
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
MMaximilian BroseHOST
Co‑Host und Recherchierender im Podcast. Maximilian Brose präsentiert Recherchen zu Forschungsprojekten, führt Interviews an und erläutert technische Aspekte wie Robotik und praktische Anforderungen an KI‑Systeme.
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