Teillegalisierung von Cannabis: Zunahme bei Psychosen
24. Juli 2026 · 6 Min.
Die ECO-CAN-Evaluation zeigt, dass nach der Teillegalisierung von Cannabis die Krankenhauseinweisungen wegen cannabisbedingter Psychosen bei Erwachsenen um rund 16 % gestiegen sind.
Laut einer Studie im Rahmen des Programms ECO-CAN haben cannabisbedingte Psychosen bei Erwachsenen nach der Teillegalisierung um rund 16 % zugenommen, was etwa 1300 zusätzlichen Diagnosen im Folgejahr entspricht. Dr. Jakob Manthei erklärt, dass solche Psychosen wahn- und wahrnehmungsverzerrende Symptome bedeuten können, die temporär oder länger andauern und medizinische Behandlung erfordern. Als mögliche Erklärungen nennt er verbesserte Meldung/Bereitschaft zur Behandlung, aber auch vermehrten Konsum hochpotenter Cannabisprodukte, insbesondere über Online‑Apotheken für Medizinalkannabis, und spricht sich für eine Höchstgrenze des Wirkstoffgehalts aus. Die vollständige Evaluation soll laut Manthei im April 28 präsentiert werden.
Zahlen & Fakten
16 %
Relative Zunahme cannabisbedingter Psychosen bei Erwachsenen nach der Teillegalisierung
1.300
Geschätzte zusätzliche Diagnosen im Folgejahr (absolute Zahl)
2 Jahre
Zeitspanne seit der Teillegalisierung (ungefähr)
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieStudie im Rahmen des Programms ECO‑CAN (Evaluation der Cannabis‑Teillegalisierung)
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
DDr. Jakob MantheiGAST
Dr. Jakob Manthei ist Koordinator des Forschungsverbundes ECO‑CAN und arbeitet am Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung der Universität Hamburg. Im Interview erläutert er die vorläufigen Befunde zur Zunahme cannabisbedingter Psychosen und erörtert mögliche Ursachen sowie regulatorische Folgerungen.
Alle Auftritte von Dr. Jakob Manthei →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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