Psychedelika - Können LSD, MDMA oder Cannabis psychisch Kranken helfen?
23. Juli 2026 · 46 Min.
Stefan Röpke erklärt, dass Substanzen wie Ketamin, MDMA, Psilocybin, DMT, LSD und THC in Studien vielversprechende Effekte bei verschiedenen psychischen Erkrankungen zeigen, aber Verblindungsprobleme und ein großer Placeboanteil die Aussagekraft einschränken und weitere methodisch strengere Forschung nötig machen.
Stefan Röpke gibt einen historischen Überblick zu psychoaktiven Substanzen und erläutert aktuelle klinische Studien zu Ketamin, MDMA, Psilocybin, DMT, LSD und THC. Er beschreibt verschiedene Studiendesigns (Hochdosis‑Therapie, medikamentengestützte Psychotherapie, Lernverstärker) und betont Probleme der Verblindung sowie starke Placeboeffekte. Schlussfolgerung: Es gibt Hinweise auf Wirksamkeit, doch der tatsächliche Substanz‑Nutzen ist noch unsicher und bedarf weiterer Forschung.
Zahlen & Fakten
58 %
Anteil der ‚Ansprecher‘ (≥50% Besserung) in der Charité‑Studie mit Dronabinol (THC) bei Albträumen/PTSD laut Vortrag.
37 %
Anteil der Remissionen (keine Albträume mehr) unter Dronabinol (THC) in der Charité‑Studie.
30 %
Anteil der Ansprecher in der Placebo‑Gruppe der Charité‑THC‑Studie (Vergleichswert).
Weitere 7 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
14,5 %
Anteil der Remissionen in der Placebo‑Gruppe der Charité‑THC‑Studie.
23 %
Anteil der Trinktage in der Kontrollbedingung einer Psilocybin‑Studie zur Alkoholabhängigkeit.
9,7 %
Anteil der Trinktage in der Psilocybin‑Behandlungsgruppe in derselben Studie zur Alkoholabhängigkeit.
40.000
Ungefähr so viele Patienten wurden in den 1950er–60er Jahren mit Psychedelika behandelt (historische Studienzeitraum).
1.000
Anzahl der Fallberichte bzw. Studien aus der frühen Forschungsepoche, die Röpke erwähnt (historische Literatur).
100 Mikrogramm
Typische Größenordnung einer LSD‑Dosis, die Röpke als hochpotent beschreibt (historischer Vergleich der Dosierungseinheiten).
≈1,0
Röpke nennt eine sehr hohe Effektstärke (annähernd 1) für MDMA‑assistierte Psychotherapie in PTSD‑Studien.
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• RechtUN‑Drogenkonventionen 1968
• ArtikelSpiegel (Spiegelartikel mit Fotoreportage zu Ayahuasca; im Vortrag erwähnt als visuelle Quelle)
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
NNina BusbartelsHOST
Moderation der Folge: Nina Busbartels führt durch das Hörsaal‑Format, eröffnet und schließt die Episode, leitet zum Vortrag über und kündigt weiterführende Hinweise in den Shownotes an.
Alle Auftritte von Nina Busbartels →SStefan RöpkeGAST
Psychiater und Ärztlicher Direktor der Oberberg Kliniken Berlin‑Brandenburg; Traumaforscher an der Charité Berlin. In der Ringvorlesung der Freien Universität Berlin (Vortrag am 28.05.2026) gibt er einen Überblick über historische Hintergründe, Studiendesigns und aktuelle klinische Befunde zu Psychedelika, Ketamin und Cannabinoiden.
Alle Auftritte von Stefan Röpke →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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