Psychologie to go!
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Selbst nicht krank, trotzdem betroffen - Eure Fragen als Angehörige

26. Juli 2026 · 1 Std. 2 Min.

Angehörige psychisch erkrankter Menschen brauchen verbindliche Informationen, klare Grenzen und ein Netzwerk aus professioneller Unterstützung und Peer-Gruppen, um weder die Erkrankten zu überfordern noch sich selbst zu verlieren.

Die Folge erklärt, warum Angehörige häufig stark belastet sind, welche typischen Problemlagen (fehlende Krankheitseinsicht, Krisensituationen, Über- bzw. Unterforderung) auftreten und welche pragmatischen Wege es gibt, damit umzugehen. Besprochene Strategien reichen von empathischem Beziehungsaufbau (z. B. LEAP), frühzeitiger fachärztlicher Abklärung bei Psychosen und der sinnvollen Delegation von Medikamentenmanagement bis hin zu Abgrenzung, Selbstschutz und dem Nutzen von Angehörigengruppen. Insgesamt betonen die Hosts die Balance zwischen Unterstützung des Betroffenen und der eigenen Stabilität.

Zahlen & Fakten

18 Millionen

Anzahl der Menschen in Deutschland, die innerhalb eines Jahres von einer psychischen Erkrankung betroffen sind (im besprochenen Statistik-Kontext).

36 Millionen

Annahme: bei je zwei Angehörigen pro Erkranktem ergeben sich rund 36 Millionen betroffene Angehörige.

30 Millionen

Nähe Angabe der Hosts: etwa 30 Millionen Angehörige sind innerhalb eines Jahres von psychischer Belastung mitbetroffen (ähnliche Größenordnung zur vorigen Hochrechnung).

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Einstieg: Umfang der Problematik und Rolle der Angehörigen · ab 00:10: Einführung in Umfang, Rollen und Belastungen von Angehörigen sowie Betonung von Informationsbedarf, Netzwerken und Selbstschutz.
Umgang mit Schizophrenie: Krankheitseinsicht, Beziehung statt Diskussion, LEAP und Krisenmanagement · ab 05:16: Erklärung von Wahnphänomenen, Beziehung als Schlüssel, LEAP-Haltung und Stufenschema für akute Kriseninterventionen.
Depressionen: Balance zwischen Unterstützung und Aktivierung, Schuldgefühle der Angehörigen · ab 24:09: Balance halten: weder totale Schonung noch Druck, stattdessen sanfte Aktivierung, Selbstschutz und enttabuisierende Kommunikation.
Abgrenzung, Langzeitverläufe, Bipolarität und praktische Entlastung · ab 40:58: Konkrete Entlastungsstrategien bei Langzeitverläufen: Medikationsdelegation, externe Hilfen, Krisenabsprachen und Netzwerke.

Quellen

BuchNach Grau kommt Himmel Blau – Thomas Reinbacher

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

C
Christian WeißHOST

Christian Weiß ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Co-Host des Podcasts »Psychologie to go!«. Er erläutert neurobiologische und psychologische Konzepte praxisnah, bringt medizinische Perspektiven auf psychische Erkrankungen ein und teilt klinische Erfahrungen in der Diskussion.

Alle Auftritte von Christian Weiß
F
Franka CzerutiHOST

Franka Czeruti ist Psychotherapeutin und Co-Hostin des Podcasts. Im Verlauf der Folge berichtet sie aus beruflicher Erfahrung (u. a. Betreuung chronisch psychisch Erkrankter), erklärt therapeutische Praxis, Gesprächsstrategien und gibt Angehörigen konkrete Alltags- und Krisenhilfen.

Alle Auftritte von Franka Czeruti

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

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