Psychologie to go!
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Selbst nicht krank, trotzdem betroffen - Eure Fragen als Angehörige

26. Juli 2026 · 1 Std. 2 Min.

Angehörige psychisch erkrankter Menschen sind selbst extrem belastet und müssen eine schwierige Balance zwischen Unterstützung und Selbstschutz finden – ohne sich dabei selbst aufzuopfern.

Franca Cerutti und Christian Weiß beantworten Hörer-Fragen zur schwierigen Situation von Angehörigen psychisch erkrankter Menschen. Sie diskutieren konkrete Szenarien wie Umgang mit fehlender Krankheitseinsicht bei Schizophrenie, die Balance zwischen Fordern und Entlasten bei Depression, Abgrenzung bei bipolaren Störungen und die Frage, wann Trennungen gerechtfertigt sind. Im Kern geht es um die Erkenntnis, dass es keine Patentlösungen gibt, sondern um das Austarieren einer gesunden Mitte zwischen Verantwortung und Selbstschutz. Regelmäßig wird betont, dass Selbsthilfegruppen für Angehörige und externe Unterstützung zentral sind, um nicht selbst zu erkranken.

Zahlen & Fakten

18 Millionen

Menschen in Deutschland, die innerhalb eines Jahres von einer psychischen Erkrankung betroffen sind

36 Millionen

Geschätzte Anzahl der Angehörigen, die jährlich von psychischen Erkrankungen mitbetroffen sind (bei Annahme von zwei Angehörigen pro Patient)

zwölf Jahren

Dauer der Gruppenleitung für Angehörige durch eine Zuhörerin des Podcasts

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Schizophrenie und fehlende Krankheitseinsicht bei Angehörigen · ab 05:16: Angehörige von schizophrenen Patienten ohne Krankheitseinsicht sollten auf Beziehung statt Argumentation setzen und konkrete Unterstützung wie das LEAP-Modell nutzen.
Depression bei Angehörigen: Balance zwischen Fordern und Entlasten · ab 24:07: Bei Depression braucht es sanfte, liebevolle Aktivierung ohne Druck – und Angehörige müssen verstehen, dass sie nicht schuld sind und ihre Grenzen wahren.
Abgrenzung, Medikamentenkontrolle und die Frage der Trennung · ab 41:00: Angehörige sollten Aufgaben delegieren, externe Hilfe suchen und dürfen sich trennen, wenn notwendig – ohne dabei die erkrankte Person zu beschuldigen.

Quellen

LEAP-Ansatz (Listen, Empathize, Agree, Partner) – über einen Hörer-Anruf empfohlene Strategie im Umgang mit Psychosen

BuchBuch 'Nach Grau kommt Himmel Blau' von Thomas Reinbacher und Shao Shilio – über Angehörige von depressiv erkrankten Patienten und deren Bewältigung

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

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Christian WeißHOST

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Co-Host des Podcasts »Psychologie to go!«. Er erklärt psychologische und neurobiologische Konzepte praxisnah, gibt konkrete medizinische Perspektiven auf psychische Erkrankungen und berichtet von Patientenerfahrungen sowie neuesten medizinischen Erkenntnissen.

Alle Auftritte von Christian Weiß

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.