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Philadelphia 1776: Liberty? Deutschlands Blick auf Amerikas Versprechen

11. September 2026 · 51 Min.

Die Unabhängigkeitserklärung von 1776 begründet zentrale liberal-demokratische Prinzipien, bleibt aber ambivalent, weil viele Gruppen (Sklav*innen, Indigene, Frauen) von diesen Rechten ausgeschlossen wurden.

Die Folge untersucht, wie die Unabhängigkeitserklärung von 1776 die Grundlagen der liberalen Moderne formuliert (unveräußerliche Rechte, Volkssouveränität, Zustimmung der Regierten, Recht auf Widerstand) und zugleich Widersprüche birgt. Im Gespräch wird aufgezeigt, wie Ausschlüsse (Sklaverei, Geschlechterverhältnisse, indigene Völker) in den frühen Debatten verankert wurden, aber auch emanzipatorische Dynamiken freisetzten. Zugleich beleuchtet die Episode, wie Deutschland seit dem 18. Jahrhundert Amerika idealisiert, kritisiert und projiziert hat – von Reiseeindrücken über Emigrantenschicksale bis zur Nachkriegsre-Education und aktuellen Erinnerungskämpfen.

Zahlen & Fakten

95 %

Anteil der Deutschen, die laut Diskussion im Podcast bei Obamas Wiederwahl 2012 behauptet hätten, ihn erneut wählen zu wollen.

4. Juli 1776

Datum der Annahme der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten.

1619

Jahr der Ankunft der ersten versklavten Menschen in Virginia; Bezugspunkt des Themas 'The 1619 Project'.

Weitere 1 Zahl & Fakten anzeigen

1920

Einführung des 19. Verfassungszusatzes in den USA, mit dem Frauen das Wahlrecht gewährt wurde.

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Rubriken

Organisationen

Themen & Erkenntnisse

Deutsche Projektionen, Reiseeindrücke und individuelle Erfahrungen · ab 02:00: Deutschsprachige Erwartungen an Amerika prallen auf Enttäuschung durch Sklaverei, Geschlechterausschluss und realistische Auswandererberichte.
Entstehung 1776: Revolutionärer Bruch und die Kernprinzipien der Unabhängigkeitserklärung · ab 12:04: Von No Taxation Without Representation bis zur Declaration: die Revolution transformiert britische Partikularrechte in universale Freiheitsprinzipien.
Ambivalenz, Ausschlüsse und spätere Erinnerungskämpfe · ab 25:53: Die Gründungsrhetorik erzeugt Ausschlüsse, bietet aber zugleich Hebel für spätere Emanzipationsbewegungen und Erinnerungskämpfe.

Quellen

BuchCommon Sense von Thomas Paine (Pamphlet, 1776)

Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten (Declaration of Independence)

Seneca Falls Declaration of Sentiments (Erklärung der frühen amerikanischen Frauenrechtsbewegung)

Weitere 3 Quellen anzeigen

ArtikelThe 1619 Project, Nicole Hannah-Jones (New York Times Magazine-Serie)

Rede„I Have a Dream“ – Rede von Martin Luther King Jr.

RedeGettysburg Address – Rede von Abraham Lincoln

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

A
Almut FinckHOST

Autorin der Folge; sie erzählt und ordnet die Ereignisse des Black‑Tom‑Anschlags (1916) im Beitrag ein und fungiert als Sprecherin des WDR‑Zeitzeichen‑Features.

Alle Auftritte von Almut Finck
V
Volker DeppkartGAST

Historiker und Professor für Amerikanistik an der Universität Regensburg; forscht und publiziert zur amerikanischen Revolution, zum Amerika-Bild in deutschen Zeitschriften sowie zum American Exceptionalism und ordnet in diesem Gespräch historische Zusammenhänge, Ambivalenzen und transnationale Wirkungen ein.

Alle Auftritte von Volker Deppkart

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

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