Hitzeschutz vertagt, Alpenverein warnt vor Klimafolgen, Milliarden fehlen für Bodenschutz
28. August 2026 · 15 Min.
Die Bundesregierung verschiebt konkreten Hitzeschutz und zusätzliche Mittel, während Hitze, Klimafolgen in den Alpen und weltweiter Bodenschutz bereits jetzt hohe Schäden und große Finanzlücken verursachen.
Die Folge berichtet, dass das Bundeskabinett trotz Extremsommer und fast 15.800 Hitzetoten keinen konkreten Beschluss zum Hitzeschutz und keine zusätzlichen Mittel gefasst hat; wirtschaftliche Schäden durch Hitze werden auf Milliardenhöhe geschätzt. Der Deutsche Alpenverein warnt vor tauendem Permafrost, Wassermangel und gefährdetem Bergtourismus und fordert mehr Finanzierung für Klima- und Naturschutz. Auf der UN-Wüstenkonferenz in Ulaanbaatar zeigt sich zudem eine große Finanzierungslücke für Bodenschutz und Landwiederherstellung.
Zahlen & Fakten
36 Milliarden €
Geschätzte wirtschaftliche Schäden in Deutschland durch extreme Hitze und Trockenheit laut Berechnung von Greenpeace.
0,8–0,9 %
Anteil, den die geschätzten Hitze‑Schäden am deutschen Bruttoinlandsprodukt ausmachen, laut Greenpeace‑Berechnung.
bis zu 3 %
Möglicher Rückgang des Bruttoinlandsprodukts in den kommenden vier Jahren laut Studie der Kreditversicherung Allianz Trade (Tochter der Allianz).
Weitere 4 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
355 Milliarden US$
Geschätzter jährlicher Finanzierungsbedarf zur Wiederherstellung geschädigter Böden und Landschaften, genannt von der stellvertretenden UN‑Generalsekretärin Amina Mohamed.
1,3 Milliarden US$
Gesamtsumme der bislang auf der COP17 zugesagten Mittel für Dürre‑Resilienz und Wiederherstellung geschädigter Böden und Landschaften (inklusive bereits zugesagter Gelder).
887 Milliarden US$
Jährlich geschätzte Schäden durch Landdegradation und Dürren laut im Beitrag genannter Schätzungen.
15.800
Anzahl hitzebedingter Todesfälle in Deutschland laut Robert‑Koch‑Institut für diesen Sommer.
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Wer spricht
SSusanne SchwarzHOST
Susanne Schwarz ist Moderatorin bei der taz und moderiert das Klima‑Update. In der Sendung ordnet sie wissenschaftliche Befunde und klimapolitische Entwicklungen ein und führt Interviews mit Expert:innen.
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Sandra Kirchner ist Moderatorin und Redakteurin bei Klimareporter; sie co‑moderiert das Klima‑Update, analysiert klimapolitische Entwicklungen und diskutiert in der Sendung wissenschaftliche Befunde sowie energie‑ und transformatorische Politikaspekte.
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