Überlastete Energienetzte durch private PV-Anlagen
1. September 2026 · 5 Min.
Das Stromnetz braucht neben punktuellem Netzausbau vor allem digitale Steuerung und flexiblere Verbrauchssteuerung, damit viele private Photovoltaikanlagen das Verteilnetz nicht überlasten.
Die Folge erklärt, warum sinkende Vergütungen und potenzielles Wegfallen fester Einspeisevergütungen die Einspeisung privater Solaranlagen verändern könnten und wie das regionale Stromnetz dadurch an seine Grenzen gerät. Technische Ursachen sind Spannungsanstiege durch viele dezentrale Einspeiser sowie begrenzte Kapazitäten und lange Lieferzeiten für Komponenten. Die Lösung liegt in schnellerem Netzausbau, mehr Digitalisierung (Smart Meter) und flexibler Verbrauchssteuerung, damit Erzeugung, Speicherung und Laden systemisch abgestimmt werden.
Zahlen & Fakten
248 Volt
Messung einer Netzspannung von 248 Volt in einem Niederspannungsnetz, genannt von Martin Wolter.
5 Jahre
Wartezeit von rund 5 Jahren für einen Transformator (Liefer- bzw. Beschaffungsangabe).
400 Netzbetreiber
Angabe der Bundesnetzagentur: rund 400 Netzbetreiber wurden dieses Jahr wegen zu langsamer Digitalisierung angezählt.
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• RedeMartin Wolter, Professor für elektrische Energiesysteme an der TU Dresden (Erläuterung zu Spannungsanstiegen in Verteilnetzen)
• RedeJens Schneider, Professor für vernetzte Energiesysteme an der HTWK Leipzig (zur Notwendigkeit zeitaufgelöster Messungen und Smart Meter)
• RedeRobert Kors, Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (Beispiel: flexibles Laden von Elektroautos)
Weitere 1 Quelle anzeigenWeniger anzeigen
• RedeFiete Wulff, Sprecher der Bundesnetzagentur (Angaben zur Digitalisierungsbilanz von Netzbetreibern und Zeitprognose)
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