Die Ostsee ist zwar stark belastet, aber nicht das am meisten verschmutzte Meer der Welt – ihre besonderen geografischen Bedingungen verschärfen allerdings natürliche Probleme wie Sauerstoffmangel erheblich durch menschliche Einflüsse.
Die Folge beleuchtet umfassend die Belastungsfaktoren der Ostsee: Eutrophierung durch Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft, PFAS-Kontaminationen, Mikroplastik, versunkene Munition und Vibrionen. Dabei wird deutlich, dass die Ostsee zwar alle Probleme der Weltmeere aufweist, aber durch ihre besonderen geografischen Merkmale – schmale Meerengen, geringer Salzgehalt, natürliche Sauerstoffarmut – besonders anfällig ist. Der Sprecher Michael Naumann vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung relativiert die dramatische Darstellung in Medien und betont, dass Baden noch sicher ist, sofern man sich bewusst verhält und Müll nicht hinterlässt.
Zahlen & Fakten
3,2 Prozent
Verringerung der Sauerstoffaufnahmefähigkeit des Oberflächenwassers durch 1,7°C Erwärmung
1,6 Millionen Tonnen
Menge konventioneller Munition in Nord- und Ostsee vor deutschen Küsten versenkt
1,7 Grad Celsius
Temperaturanstieg der Ostseeoberfläche durch Erderwärmung
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160.000 Nanogramm pro Liter
PFAS-Konzentration im deutschen Meeresschaum (Greenpeace-Messung 2025)
40 Nanogramm
Dänischer Grenzwert für PFAS in Badegewässern
4000-fach
Verhältnis: Deutsche Meeresschaum-PFAS-Werte zum dänischen Grenzwert
8000 Zigarettenkippen
Anzahl pro 100 Meter Strandabschnitt an der südlichen Ostsee
400 Jahre
Zeitraum für Zersetzung einer Babywindel im Meerwasser
5000 Tonnen
Menge chemischer Kampfstoffe in der Ostsee versenkt
30 Jahre
Zeit, die benötigt würde, um mit allen professionellen Tauchteams die gesamte Munition der Ostsee zu bergen
18 Menschen
Vibrio-Infektionsfälle über fünf Jahre in der Ostsee (laut Michael Naumann)
20 Grad Celsius
Wassertemperatur, ab der sich Vibrionen stark vermehren
1300 Grad Celsius
Temperatur, bei der weißer Phosphor abrennt
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieGreenpeace-Untersuchung von Meeresschaumproben an der Ostsee im Frühjahr 2025
• StudieEnglische Studie zu Müllquellen im Meer mit Fokus auf kurzlebige Einwegprodukte
• RechtEU-Nitratrichtlinie seit 1991
Weitere 2 Quellen anzeigenWeniger anzeigen
• RechtNationale Düngeverordnung seit 1996
• StudieDaten der Baltic Marine Environment Protection Commission (Helsinki-Kommission) zu Nährstoffeinträgen
Wer spricht
IIna LebedjevHOST
Chefredakteurin bei detektor.fm und Moderatorin des Klimapodcasts »Mission Energiewende«. Sie war zehn Jahre lang NDR-Reporterin mit Schwerpunkt Umwelt und Naturschutz und moderiert die Sendung zu Fragen der Energiewende und des Klimaschutzes.
Alle Auftritte von Ina Lebedjev →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.