Die Ostsee ist aufgrund ihrer geografischen Abgeschlossenheit besonders anfällig für Sauerstoffmangel; menschengemachte Belastungen wie Nährstoffeinträge, PFAS, Mikroplastik, Munition und wärmere Gewässer verschärfen die Probleme, geben aber auch Ansatzpunkte für langsame Verbesserungen.
Ina Lebedjev spricht mit ihrer Kollegin Marisa Becker über den ökologischen Zustand der Ostsee. Die Folge fasst Befunde zusammen: Von natürlichen Ursachen wie geringem Wasseraustausch und Brackwasserverhältnissen bis zu menschengemachten Einträgen (Nährstoffe, PFAS, Mikroplastik, Munition) und klimatischen Effekten. Es gibt bereits Maßnahmen zur Reduktion von Nährstoffen, spürbare Ökosystemverbesserungen werden aber Jahrzehnte dauern.
Zahlen & Fakten
3,2 %
Weniger Sauerstoffaufnahme des Wassers durch die genannte Erwärmung von 1,7 K bei mittlerem Salzgehalt.
1,6 Millionen t
Rund 1,6 Millionen Tonnen konventionelle Munition wurden vor den deutschen Küsten (Nord- und Ostsee) versenkt.
1/3
Anteil des Wasservolumens der Ostsee, der von Sauerstoffmangel betroffen ist (ein Drittel des Volumens).
Weitere 7 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
1880
Beginn der ozeanografischen Messdatenerhebung für die Ostsee (erste Messdaten wurden 1880 erhoben).
1,7 K
Durchschnittliche Erwärmung des Oberflächenwassers der Ostsee, die in der Folge genannt wird.
160000 ng/l
Gemessene PFAS-Konzentration im deutschen Meeresschaum laut Greenpeace-Proben (Nanogramm pro Liter).
40 ng/l
Dänischer Grenzwert für PFAS in Badegewässern, zum Vergleich mit den gemessenen Meeresschaumwerten.
8000
Anzahl gefundener Zigarettenkippen pro 100 Meter genutztem Strandabschnitt in der südlichen Ostsee (Schülerprojekte/Strandreinigungen).
5000 t
Ungefähre Menge chemischer Kampfstoffe, die in der Ostsee versenkt wurden.
30 Jahre
Ungefährer Zeitraum, bis das gesamte Wasser der Ostsee einmal ausgetauscht ist; außerdem Schätzung, wie lange professionelle Tauchteams bräuchten, um Munition zu bergen.
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieBaltic Marine Environment Protection Commission (Helsinki-Kommission) – Daten zu Nährstoffeinträgen und Umweltzustand der Ostsee
• StudieGreenpeace – Meeresschaumproben, Frühjahr 2025 (Laborergebnisse zu PFAS in Meeresschaum genannt)
• RechtEU-Nitratrichtlinie (1991) – genannt als regulatorische Maßnahme zur Reduktion von Nährstoffeinträgen
Weitere 2 Quellen anzeigenWeniger anzeigen
• RechtNationale Düngeverordnung (1996) – genannt als nationale Maßnahme zur Düngeregelung und Nährstoffreduktion
• Umweltbundesamt – Warnung bezüglich weißem Phosphor an Stränden (insbesondere um Usedom genannt)
Wer spricht
IIna LebedjevHOST
Ina Lebedjev ist als Sprecherin im Beitrag am Mikrofon zu hören und führt durch die Lage am Freitagmorgen im SPIEGEL Update.
Alle Auftritte von Ina Lebedjev →MMarisa BeckerGAST
Marisa Becker ist Kollegin bei detektor.fm und recherchierte die Folge zur Ostsee. Sie fasst Befunde zusammen und erklärt Probleme wie Eutrophierung, PFAS-Belastung, Mikroplastik, Munition und Vibrionen sowie deren Auswirkungen auf Ökosystem und Badegäste.
Alle Auftritte von Marisa Becker →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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