Politik mit Anne Will
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Was kostet uns eine “europäischere NATO”? Mit Claudia Major

9. Juli 2026 · 1 Std. 33 Min.

Europa muss substantiell in eigene Verteidigungsfähigkeiten, Industrie und gesellschaftliche Resilienz investieren, um eine „europäischere NATO“ möglich zu machen, während zugleich versucht wird, die transatlantische Bindung zu den USA aufrechtzuerhalten.

Die Folge diskutiert, ob und zu welchen Kosten Europa die Hauptlast konventioneller Verteidigung übernehmen kann, wie sich das Verhältnis zu den USA unter Donald Trump verändert hat und welche politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Folgen daraus entstehen. Claudia Major analysiert Gipfelbefunde, notwendige Fähigkeiten und Übergangsmodelle sowie Industriekooperationen. Abschließend geht es um die Frage, ob die Gesellschaft Bereitschaft und Akzeptanz für höhere Verteidigungsausgaben und mögliche Dienstpflichten aufbringt.

Zahlen & Fakten

3,5 %

Zielvorgabe für Verteidigungsausgaben (Teil eines 5%-Ziels: 3,5% Verteidigung + 1,5% Infrastrukturresilienz)

5 %

Gesamtes Ziel für Verteidigungs- und Resilienzaufwand (3,5% Verteidigung + 1,5% Infrastrukturresilienz)

124 Milliarden €

Angekündigte deutsche Verteidigungsausgaben 2026

Weitere 6 Zahlen & Fakten anzeigen

62 Milliarden €

Geschätzte Größe des in der Folge genannten schweren Rüstungsdeals (TKMS‑Auftrag, Schätzung)

500 Milliarden €

Eine genannte Schätzung für den Aufwuchs europäischer konventioneller Fähigkeiten über ein Jahrzehnt

3,2 %

Ungefährer Anteil der US‑Wirtschaftskraft, den die USA aktuell für Verteidigung ausgeben (im Vortrag genannt)

150 Milliarden €

Annähernder Jahresbetrag, den Deutschland bei Erreichen von 3,5% Verteidigungsausgaben erreichen würde (genannte Projektion)

bis zu 12

Anzahl U-Boote, die Kanada bei TKMS bestellt hat

530

Anzahl junger Menschen, die sich nach Auswahlverfahren bereit erklärten, zum Bund zu gehen (aus den genannten Fragebögen)

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Kontext: Merz’ Formel und die Idee einer „europäischeren NATO“: Vorstellung von Merz’ Formel: Europa soll mehr Last tragen, damit die NATO transatlantisch erhalten bleibt.
Verhältnis zu den USA und die Wirkung von Donald Trump: Analyse des transatlantischen Verhältnisses: Trumps Politik schwächt Vertrauen, Europa reagiert mit mehr Eigenverantwortung.
Fähigkeitenlücken und geschätzte Kosten eines Aufwuchses: Benötigte Fähigkeitsbereiche (Masse, Luft-/Raketenschutz, Präzisionsstreik, Industrie) und grobe Kostenschätzungen werden beschrieben.
Ökonomie und Industriepolitik: Rüstungsdeals als Brücke: Rüstungsaufträge (z. B. TKMS/U‑Boote) als Instrument zur Stärkung europäischer Industrie und Bindung der USA werden analysiert.
Gesellschaftliche Kosten, Legitimation und Personalaufwuchs: Haushaltsbelastungen, Rekrutierungsprobleme und die politische Legitimation höherer Verteidigungsausgaben werden diskutiert.

Quellen

ArtikelNew York Times: Trump keeps saying he wants to leave NATO. Maybe he already has.

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

A
Anne WillHOST

Moderatorin und Gastgeberin des Podcasts Politik mit Anne Will.

Alle Auftritte von Anne Will
C
Claudia MajorGAST

Politikwissenschaftlerin und seit März 2025 Senior Vice President für transatlantische Sicherheitsinitiativen beim German Marshall Fund. Sie leitet die Forschung zu Sicherheits- und Verteidigungspolitik, koordiniert Outreach und arbeitet eng mit europäischen GMF-Büros (u. a. Bukarest, Ankara, Paris, London, Berlin, Warschau) zusammen.

Alle Auftritte von Claudia Major

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

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