
Was kostet uns eine “europäischere NATO”? Mit Claudia Major
9. Juli 2026 · 1 Std. 33 Min.
Eine europäischere NATO ist notwendig, um unabhängiger von den USA zu werden, erfordert aber jahrelange Investitionen in Fähigkeiten, Industrie und gesellschaftliche Umdenken – während die Europäer gleichzeitig versuchen, die USA politisch im Bündnis zu halten.
Beim NATO-Gipfel in Ankara 2026 zeigt sich ein Bündnis unter Druck: Während die Europäer eine selbstständigere Verteidigungsfähigkeit aufbauen müssen, um unabhängig von den USA zu werden, versuchen sie gleichzeitig, den politisch volatilen US-Präsidenten Trump in der NATO zu halten. Claudia Major von der German Marshall Fund analysiert die Chancen und Risiken dieser Transition von einer US-dominierten zu einer europäisch mitgestalteten Allianz. Die Fragen dabei sind fundamental: Kann dieser Übergang geordnet ablaufen? Was kostet das wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich? Und wie verinnerlichen Europäer und Deutsche die Notwendigkeit dieser Transformation?
Zahlen & Fakten
124 Milliarden Euro
Deutsche Verteidigungsausgaben 2026 (Ankündigung Merz)
150 Milliarden Euro
Geplante deutsche Verteidigungsausgaben pro Jahr bis 2035 (fünf Prozent des BIP)
62 Milliarden Euro
Geschätzter Rüstungsdeal Kanada-TKMS für zwölf U-Boote
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500 Milliarden Euro
Eine Schätzung für notwendige europäische Rüstungsinvestitionen über ein Jahrzehnt
96 Prozent
Rücklaufquote der Fragebögen zur Wehrdienstbereitschaft
3,2 Prozent
Aktuelle US-Verteidigungsausgaben als Prozentsatz der Wirtschaftskraft
3,5 Prozent
Zielmarke für US-Verteidigungsausgaben ab 2035
400 Prozent
Notwendige Steigerung der Flug- und Raketenabwehrkapazitäten in der NATO (Rutte)
5 Prozent
Verteidigungsausgaben als Zielmarke für Deutschland bis 2035 (kombiniert aus 3,5% Verteidigung und 1,5% Infrastrukturresilienz)
80 zu 20
Verhältnis der Militär- und Verteidigungsausgaben zwischen USA und Rest der NATO (Merz' Angabe)
12
Anzahl U-Boote, die Kanada bei deutschem Schiffbauer TKMS bestellt hat
1 Billion US-Dollar
Forschungsschätzung für europäische Rüstungsfähigkeiten über 25 Jahre (London Institut)
298.200
Fragebögen zur freiwilligen Wehrdienstbereitschaft an junge Männer bis Juni 2026 (Süddeutsche Zeitung)
530
Freiwillige, die sich nach Musterung und Auswahl tatsächlich zum Wehrdienst anmelden
2029
Datum, bis zu dem Deutschland die 3,5-Prozent-Zielmarke erreichen will
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• ArtikelBR: Nato-Gipfel in Ankara: Die zwei Gesichter des Donald Trump
• RechtNATO: The Ankara Summit Declaration
• ArtikelSüddeutsche Zeitung: Warum die Litauen-Brigade für Pistorius zum Problem wird
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Wer spricht
AAnne WillHOST
Anne Will: Moderatorin und Gastgeberin des Podcasts Politik mit Anne Will. In der Folge führt sie durch das Thema, stellt Fragen zur aktuellen Gesetzeslage und zum Versorgungsdruck in der Psychotherapie, bezieht Hörerzuschriften ein und moderiert das Gespräch mit der eingeladenen Expertin, um Sachverhalte und politische Folgewirkungen verständlich zu machen.
Alle Auftritte von Anne Will →CClaudia MajorGAST
Politikwissenschaftlerin und Sicherheitsexpertin, seit März 2025 Senior Vice President für transatlantische Sicherheitsinitiativen der German Marshall Fund. Leitet die European Defense Roadmap-Initiative und beschäftigt sich mit NATO-Transformation, europäischer Verteidigungspolitik und dem Wandel der transatlantischen Beziehungen. Verfügt über internationale Expertise durch das Netzwerk des GMF mit sieben europäischen Büros.
Alle Auftritte von Claudia Major →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.