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Was bringt eine Zuckersteuer auf Getränke?

24. Juli 2026 · 18 Min.

Eine Herstellerabgabe auf zuckergesüßte Getränke kann Hersteller zu Reformulierungen und damit zu weniger Zucker in Getränken motivieren, verringert jedoch allein vermutlich nicht ausreichend das Problem von Übergewicht und Adipositas in der Bevölkerung.

Die Folge erklärt die geplante deutsche Herstellerabgabe auf Süßgetränke (staffelnde Abgaben nach Zuckergehalt) und vergleicht sie mit dem britischen Modell von 2018. Frank Schubert erläutert die gesundheitlichen Risiken hohen Zuckerkonsums, zeigt erste Effekte aus Großbritannien (deutliche Zuckerreduktionen in Produkten, geringere Zuckerzufuhr) und betont zugleich die Grenzen einer Steuer allein. Ergänzende Maßnahmen (Ernährung in Kitas/Schulen, Kennzeichnung, Werbebeschränkungen, Bewegung) werden empfohlen.

Zahlen & Fakten

450 Mio. €

Geschätzte jährliche Einnahmen für den Fiskus durch die geplante Abgabe

170 Mio. €

Geschätzte mögliche jährliche Einsparungen im Gesundheitssystem langfristig

≈45 %

Durchschnittliche Reduktion des Zuckergehalts in Getränken nach Einführung der britischen Steuer

Weitere 14 Zahlen & Fakten anzeigen

12 % → ≈20 % (2003→2023)

Anstieg der Adipositas‑Prävalenz laut Langzeituntersuchung des Robert‑Koch‑Instituts

5 g/100 ml

Schwelle für Steuerfreiheit im diskutierten deutschen Modell

5–8 g/100 ml

Zuckermenge: Tarifstufe mit 26 Cent pro Liter vorgeschlagen

26 Cent/Liter

Abgabe für Getränke mit 5–8 g Zucker pro 100 ml (deutscher Entwurf)

>8 g/100 ml

Höhere Tarifstufe für Zuckergehalt über 8 g pro 100 ml

32 Cent/Liter

Abgabe für Getränke mit mehr als 8 g Zucker pro 100 ml (deutscher Entwurf)

20 g/Tag

Durchschnittlicher Anteil freien Zuckers in Deutschland, der allein über Süßgetränke aufgenommen wird

80 g/Tag

Durchschnittlicher täglicher Pro‑Kopf‑Konsum freien Zuckers in Deutschland

50 g/Tag

WHO‑Empfehlung für maximale Aufnahme freien Zuckers pro Tag

114 Staaten (2024)

Anzahl der Staaten mit einer Süßgetränkesteuer laut WHO‑Angaben (2024)

2018

Einführungsjahr der britischen zuckerhaltigen Getränkeherstellersteuer

3 g/Tag

Geschätzte tägliche Reduktion freien Zuckers bei Kindern in Großbritannien nach Steuer

5,2 g/Tag

Geschätzte tägliche Reduktion freien Zuckers bei Erwachsenen in Großbritannien nach Steuer

6.600 kcal/Jahr

Geschätzte jährliche Reduktion der Energiezufuhr pro Person aus Softdrinks in Großbritannien

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Rubriken

Themen & Erkenntnisse

Geplante deutsche Zuckersteuer: Modell und Mechanik · ab 01:46
Gesundheitliche Hintergründe: Zuckerkonsum und Risiken · ab 03:47
Erfahrungen aus Großbritannien, Wirkungen und Grenzen · ab 05:22

Quellen

StudieWeltgesundheitsorganisation (WHO) – Empfehlung zu freiem Zucker: maximal 50 g pro Tag; und Angabe zur Anzahl der Staaten mit Süßgetränkesteuer (2024)

StudieLangzeituntersuchung des Robert‑Koch‑Instituts (Adipositas‑Häufigkeit 2003–2023)

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

M
Marc ZimmerHOST

Marc Zimmer ist Journalist und Host des Spektrum‑Podcast bei Detektor FM. In der Episode eröffnet und moderiert er die Jubiläumsfolge, führt durch die Themen und befragt die Spektrum‑Redakteurinnen und -Redakteure zu fünf verbreiteten Wissenschaftsmythen.

Alle Auftritte von Marc Zimmer
F
Frank SchubertGAST

Frank Schubert ist Biologe und Redakteur bei Spektrum der Wissenschaft; er ist seit Beginn an in die Produktion des Spektrum‑Podcast eingebunden. Im Gespräch klärt er über die evolutionären Verwandtschaftsverhältnisse von Menschen und anderen Menschenaffen auf, nennt ungefähre Abspaltungszeiten und erläutert genetische Nähe.

Alle Auftritte von Frank Schubert

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

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