Bunker, Tiefgaragen, private Keller – Wo wir im Ernstfall Schutz finden
29. Juli 2026 · 29 Min.
Deutschland verfügt derzeit kaum über öffentliche, funktionsfähige Schutzräume; Fachleute empfehlen deshalb die Nachnutzung vorhandener Räume, gezielte Investitionen in den Zivilschutz und individuelle Vorbereitung.
Die Folge zeigt, dass die meisten öffentlichen Schutzräume in Deutschland veraltet oder abgebaut sind und nur Platz für rund eine halbe Million Menschen bieten. Ein 10‑Milliarden‑Euro‑Programm der Bundesregierung soll den Zivilschutz stärken, ersetzt jedoch nicht ein flächendeckendes Netz. Praktische Schutzmöglichkeiten reichen von innenliegenden Räumen wie Kellern und Treppenhäusern bis zur Aufrüstung privater Keller; außerdem werden Lehren aus der Schweiz und der Ukraine diskutiert.
Zahlen & Fakten
0,5 %
Anteil der Bevölkerung, der mit den vorhandenen Schutzräumen theoretisch versorgt werden könnte (unter 0,5 %).
10 Mrd. €
Vom Bundesinnenminister vorgestelltes Programm zur Stärkung des Zivilschutzes (Instandsetzung, Ausrüstung, Sirenen, Ausbildung).
110 %
Angabe zur Schweiz: Schutzraumkapazität beträgt mehr als 110 Prozent der Bevölkerung.
Weitere 3 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
5.000 €
Geschätzte Mehrkosten für einen druckdichten, solide ausgeführten Keller bei Neubau eines Einfamilienhauses.
30–40 %
Anteil der Bevölkerung, der laut BBK‑Vertretern inzwischen Zustimmung zu mehr persönlicher Vorsorge zeigt.
579
Anzahl alter Bunker bzw. Schutzräume, die laut Bundesanstalt für Immobilienaufgaben noch existieren.
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• BuchBunkerland (Buchtitel), Silvia Berger-Ciardin
• BuchDeutschland im Ernstfall, Johannes Steger und Ferdinand Geringer
• StudieWegweiser / Arbeitshilfen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (Juni 2026)
Weitere 1 Quelle anzeigenWeniger anzeigen
• StudieBundesanstalt für Immobilienaufgaben – Erhebung zur Anzahl vorhandener Schutzräume
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