Großer Wurf im Koalitionsausschuss?/ Ohne Tankrabatt und jetzt?
1. Juli 2026 · 25 Min.
Der Koalitionsausschuss ringt um große Steuer- und Arbeitsmarktreformen; der Tankrabatt ist ausgelaufen, und Experten fordern statt Preisregulierung stärkeren Wettbewerb auf der Raffinerie- und Großhandelsebene.
Die Bundesregierung verhandelt über umfangreiche Steuerentlastungen (Modelle mit rund 28 oder 17 Milliarden Euro) sowie Lockerungen im Kündigungsschutz, um Wachstum und Investitionen zu fördern. Der Tankrabatt ist ausgelaufen; Tommaso Duso (DIW/Monopolkommission) kritisiert mangelhaften Wettbewerb im Großhandel und sieht daher Wettbewerbs- statt Preisdeckelmaßnahmen als sinnvollere Politik. Im Anschluss folgen mehrere Wirtschaftsnews zu Renten, Stahlimporten, Zollreform und internationalen Finanz- sowie Börsenthemen.
Zahlen & Fakten
28 Mrd. €
Größeres von Finanzminister Lars Klingmeier vorgestelltes Modell zur Einkommenssteuerentlastung
17 Mrd. €
Kleineres, leichter zu finanzierendes Modell zur Einkommenssteuerentlastung
1,6 Mrd. €
Gesamtkosten des vereinbarten Tankrabatts
Weitere 6 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
4,24 %
Angegebene Rentensteigerung für das Jahr (Beispielrechnung: 1000 € → +42,40 €/Monat)
18,3 Mio. t
Neues zollfreies Kontingent für Stahlimporte in die EU
50 %
Neuer Zollsatz für Stahlimporte außerhalb des zollfreien Kontingents (statt 25 %)
4,6 Mrd.
Anzahl der Pakete aus Nicht-EU-Ländern, die 2024 nach Angaben im Beitrag in die EU kamen
16,7 Cent
Höhe des steuerlichen Tankrabatts
13–15 Cent
Ungefährer Anstieg der Spritpreise nach Auslaufen des Tankrabatts
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• RedeTommaso Duso (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung/Monopolkommission): Aussagen zur unzureichenden Weitergabe des Tankrabatts und zu Wettbewerbsproblemen im Großhandel
• RedeAnna Cavazzini (Mitglied des Europaparlaments, Vorsitzende des Ausschusses für Binnenmarkt- und Verbraucherschutz): Stellungnahme zur Abschaffung der Zollfreigrenze und zu Abgaben auf Kleinpakete
• RedeMaros Hefkowitsch (EU-Handelskommissar): Aussagen zu den Gesprächen mit China und zur Notwendigkeit ausgewogener Handelsbeziehungen
Weitere 1 Quelle anzeigenWeniger anzeigen
• RedeMichael Hüther (Institut der deutschen Wirtschaft): Einordnung zur Rolle von Überproduktion und Subventionen in China
Wer spricht
JJonas RehseHOST
Moderator der Sendung 'Wirtschaft und Gesellschaft' beim Deutschlandfunk; führt durch die Folge, stellt die Themen vor und interviewt Gäste.
Alle Auftritte von Jonas Rehse →TTommaso DusoGAST
Ökonom am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung und Vorsitzender der Monopolkommission; im Interview Analysen zu Spritpreisen, Tankrabatt und Wettbewerb im Großhandel.
Alle Auftritte von Tommaso Duso →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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