Deindustrialisierung, Karriereleiter, Chinaschock 2.0
1. Juni 2026 · 1 Std. 17 Min.
Die Folge diskutiert empirische Befunde zu Deindustrialisierung, Messproblemen in der Industrie‑Statistik, Ursachen des Rückgangs der Lohnquote, Auswirkungen von Input-Preis‑Schocks und die Folgen von Remote Work und KI für Berufseinstiege sowie geopolitische Risiken durch einen „China Shock 2.0“.
Die Gäste analysieren, dass ein Rückgang der Industrieproduktion seit 2018 nicht automatisch Deindustrialisierung im Wertschöpfungs‑Sinn bedeutet, weil Brutto‑Wertschöpfung und Produktionsindex auseinanderlaufen. Ein weiteres Paper zeigt, dass Schwankungen bei Zwischenproduktpreisen (z.B. Energie) den Arbeitseinkommensanteil drücken können. Ein drittes Papier deutet an, dass Remote Work die Einstellungen von Berufseinsteiger:innen stärker reduziert als KI‑Exposure. Abschließend warnen die Autoren eines CEP‑Papiers vor geopolitischen Folgen, wenn China zunehmend auch Maschinen selbst produziert.
Zahlen & Fakten
16 %
Ungefährer absoluter Rückgang des Industrieproduktionsindex seit 2018, laut Gespräch (Eyeballing)
>20 %
Anteil des verarbeitenden Gewerbes an der realen deutschen Wertschöpfung (seit Wiedervereinigung laut Diskussion)
>30 %
Höherer Anteil des verarbeitenden Gewerbes an der Wertschöpfung um 1970
Weitere 3 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
66–70 %
Historischer Bereich, in dem Arbeitseinkommen lange Zeit als Anteil am Gesamteinkommen gemessen wurde (Diskussion um Labour‑Share)
92
Augenmaß‑Schätzung des Industrieproduktionsindex für 2025 im Gespräch
108
Industrieproduktionsindex (Referenzwert 2018)
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieRobert Lehmann & Timo Wollmershäuser (Ifo‑Institut): Arbeiten zum Strukturwandel in der Industrie (Debatte zu Industrieproduktion vs. Brutto‑Wertschöpfung)
• Studie„Intermediate Input Prices and the Labor Share“ (im Transkript genanntes Forschungspapier)
• Studie„The Broken Ladder: AI, Remote Work and Early Career Hiring“ (im Transkript genanntes Forschungspapier)
Weitere 1 Quelle anzeigenWeniger anzeigen
• Studie„China Shock 2.0 – The Cost of Germans Complacency“, Center for European Reform (im Transkript genanntes Papier)
Wer spricht
HHolger KleinHOST
Holger Klein ist Podcast‑Produzent und Host (u. a. WRINT). In dieser Folge führt er durch die Sendung, kommentiert Politik und Medien, moderiert Einspieler und Analysen und verbindet Anekdoten, Technik‑ und Politikkommentare mit tiefergehender Einordnung.
Alle Auftritte von Holger Klein →RRüdiger BachmannGAST
Gast in dieser Folge; führt die Diskussion zu empirischen Befunden über Industrie, Lohnquote, Input‑Preis‑Effekte, KI‑Risiken und geopolitische Aspekte.
Alle Auftritte von Rüdiger Bachmann →CChristian BeyerGAST
Gast in dieser Folge; bespricht ökonometrische Befunde zu Deindustrialisierung, Arbeitsanteil, Remote Work und Folgen für Arbeitsmärkte.
Alle Auftritte von Christian Beyer →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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