Die geplante Verpflichtung zur ärztlichen Krankschreibung ab dem ersten Erkrankungstag würde Arztpraxen massiv überlasten und die medizinische Versorgung gefährden, statt Fehlzeiten zu reduzieren.
Die Bundesregierung plant im Reformpaket, dass Arbeitnehmer ab sofort eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bereits vom ersten Erkrankungstag vorlegen müssen. Der Hausarzt Marc Hanefeld erklärt im Gespräch, wie dies die Praxisabläufe massiv beeinträchtigen würde. Er kritisiert, dass die Regelung auf falschen Annahmen basiert: Kranke Menschen seien nicht faul, sondern würden durch Arbeitgeberdruck und schlechte Arbeitsbedingungen länger krank. Die geplante Abschaffung der telefonischen Krankschreibung verschärft das Problem zusätzlich. Hanefeld warnt vor dem Kollaps der Patientenversorgung und sieht die Reformen als grundsätzlich gescheiterte Regierungspolitik.
Zahlen & Fakten
5 Minuten
Zeitaufwand pro Krankschreibungstermin in Hanefelds Praxis (inklusive Dokumentation)
12 Patienten pro Stunde
Maximale Kapazität der Infektsprechstunde bei Hanefeld
1 Stunde
Maximale tägliche Arbeitszeit für Infektsprechstunde, die Hanefeld durchführt, sonst geht er kaputt
Weitere 1 Zahl & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
2. Juli 2026
Datum, an dem die Bundesregierung das Reformpaket vorgestellt hat
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• RechtReformpaket 'Programm für Aufschwung und Beschäftigung' der Bundesregierung mit Maßnahmen zur Krankschreibungsregelung
Wer spricht
HHolger KleinHOST
Podcast-Produzent und fester Host der Show WRINT: Wer redet ist nicht tot. Klein führt die Gespräche in der Wochendämmerung und stellt Fragen zu den Themen seiner Gäste, etwa zu deren Haltungen, Entscheidungen und politischen Überzeugungen.
Alle Auftritte von Holger Klein →MMarc HanefeldGAST
Facharzt für Allgemeinmedizin in Bremervörde (Bremer Förde), Niedersachsen; betreibt eine Hausarztpraxis und nimmt direkt an der Krankschreibungspraxis teil
Alle Auftritte von Marc Hanefeld →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.