Erich Fischer: «Die Dürre ist intensiver als die historische»
12. August 2026 · 28 Min.
Die aktuelle Dürre ist durch wärmere Luft und schwindende Gletscher intensiver als historische Dürren; Worst‑Case‑Szenarien zeigen erhebliche Risiken für Hitzeextreme, Wasserversorgung und Infrastruktur, weshalb Forschung und Politik stärker auf Anpassung und Emissionsreduktion setzen müssen.
Im Gespräch erklärt Erich Fischer, Klimatologe an der ETH Zürich und Hauptautor des Weltklimaberichts, warum die diesjährige Dürre tiefer greift als frühere Trockenperioden. Er erläutert physikalische Grenzen für Hitzerekorde, Worst‑Case‑Prognosen für Temperatur- und Dauerextreme sowie die Rolle schwindender Gletscher für Flusspegel. Fischer spricht auch über Starkregen, Anpassungsprojekte wie NCCR Klimplus und die Bedeutung von Emissionsreduktionen zur Eindämmung zukünftiger Risiken. Karoline Arn moderiert das Gespräch im Tagesgespräch.
Zahlen & Fakten
25%
Von Fischer erwähnter Wert: über drei Jahre im Schnitt etwa ein Viertel weniger Niederschlag (als dramatisches Szenario)
50%
Seit April fiel in diesem Sommer ungefähr halb so viel Niederschlag wie normal (etwa 50% weniger)
2–3 Milliarden
Anzahl Menschen, die laut Diskussion vom Monsunsystem abhängig sind (Betroffenheit bei Änderungen)
Weitere 14 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
30%
Angabe zur Schweiz: genanntes Klimaziel‑Reduktionsniveau für dieses Jahrzehnt
40%
Genannter Reduktionswert vieler EU‑Länder seit dem Pariser Abkommen
1%
Anteil der Schweiz an den globalen Emissionen
39.7 °C
Maximaltemperatur in Basel am 30. Juli (erreicht, knapp unter Worst‑Case)
41.8 °C
Gemessene Temperatur in Deutschland (als Vergleichsmaßstab)
44 °C
Annäherung an Temperaturen in Frankreich; außerdem genanntes Worst‑Case‑Maximum von 43–44 °C für Städte
43–44 °C
Worst‑Case‑Szenario als mögliches Tagesmaximum für Alpen-Nordseite und grosse Städte
38 °C
Temperatur, bei andauernder Hitze (>38 °C) wären langanhaltende Auswirkungen besonders schwerwiegend
20 °C
Definition einer Tropennacht (Nachttemperatur fällt nie unter 20 °C)
2011
Jahr, in dem Bund, MeteoSchweiz und ETH Klimaszenarien für die Schweiz erstellten
3 Jahre
Diskutierte mögliche Dauer extremer Trockenperioden im Worst‑Case (als weniger plausibel), aber als Szenario geprüft
1,5 °C
Genannte aktuelle Erwärmungsgröße, deren Effekte bereits sichtbar sind
3–4 °C
Beispielhafte Erwärmung ohne Gegenmassnahmen, bei der sich Effekte mehr als verdoppeln würden
10 Minuten
Dauer, in der bei einem Starkregen‑Rekord extrem viel Niederschlag fallen kann (als Beispiel für sehr konzentrierte Ereignisse)
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieMeteoSchweiz und ETH (2011) – Klimaszenarien für die Schweiz (im Gespräch als Referenz genannt)
• StudieWeltklimabericht (IPCC) – Erwähnung: Erich Fischer als einer der Hauptautoren und Bezug auf kommende Berichtsarbeit
• NCCR Klimplus (Nationalfondsprojekt 'Klim Plus') – genannt als Beispiel für die Verzahnung von Wissenschaft und Praxis
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
EErich FischerGAST
Klimaforscher an der ETH Zürich mit Fokus auf Hitzeextreme und deren Auswirkungen in der Schweiz. Er analysiert die Folgen des Klimawandels und trägt durch Medienauftritte zu Katastrophenforschung bei.
Alle Auftritte von Erich Fischer →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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