Klimaschutz ist vor allem eine Frage der sozialen Ungleichheit – wer trägt die Hauptverantwortung für CO2-Emissionen, und wer trägt die Hauptlast der Klimakrise und ihrer Bekämpfung?
Der Soziologe Matthias Quent analysiert, wie die AfD und andere rechte Kräfte Klimathemen ideologisch aufgeladen haben und damit gegen liberale Fortschritte mobil machen. Zentral ist seine Diagnose: Klimaschutz ist nicht primär eine ökologische oder kulturelle Frage, sondern eine Frage von Ungleichheit. Die Ohnmacht vieler Menschen gegenüber multiplen Krisen, die mangelnde Selbstwirksamkeit und der Verlust von Vertrauen in demokratische Parteien schaffen einen Nährboden für Rechtspopulismus. Quent zeigt vier Krisenreaktionstypen auf (die Ohnmächtigen, Resignierten, Flexiblen und Kämpfenden) und plädiert dafür, durch direktdemokratische Beteiligung und pragmatische Allianzen die Handlungsfähigkeit der Demokratie wiederherzustellen.
Zahlen & Fakten
ca. 10 Prozent
Anteil der Bevölkerung als empört unmächtige Demokraten wie Gisela
16-17 Prozent
Anteil der Bevölkerung, die als Kämpfende bezeichnet werden – aktiv in allen Krisenszenarien engagiert
50 Prozent
Anteil der AfD-Wählerschaft mit verdichteter, autoritärer, rechtsradikaler Weltanschauung
Weitere 10 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
weniger als 20 Prozent
Anteil der Bevölkerung, die den demokratischen Parteien vertrauen
über 70 Prozent
Anteil der Wähler in Brandenburg, die SPD wählten, um die AfD von der stärksten Kraft abzuhalten
10 %
Anteil der Bevölkerung, die emotional empört über die AfD sind, aber subjektiv handlungsunfähig bleiben (Giselas Gruppe)
7 Millionen
Größenordnung der empört-ohnmächtigen Deutschen, die potenziell mobilisierbar wären
16–17 %
Anteil der Bevölkerung, die sich in Krisen engagieren und als 'Kämpfende' bezeichnet werden
50 %
Anteil der AfD-Wähler mit verdichteten autoritären, rechtsradikalen Weltbildern; die andere Hälfte hat differenzierte Motive
70 %
Anteil der SPD-Wähler in Brandenburg bei der letzten Landtagswahl, die aus Angst vor der AfD wählten, nicht wegen Programmatik
unter 20 %
Vertrauensquote in Parteien laut Befragung im Sommer 2025; deutlich niedriger als Vertrauen in NGOs
1/3
Anteil der Bevölkerung, die sich in Bezug auf die meisten Krisenszenarien als ohnmächtig erlebt und keine Mitgestaltungsmöglichkeit wahrnimmt
ca. ein Drittel
Anteil der Bevölkerung, die sich in der Gruppe der Ohnmächtigen befindet
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• BuchWie die Rechten nach der Macht greifen und wie wir sie stoppen können
• BuchDeutschland rechts außen
• BuchMinima Moralia von Theodor Adorno
Weitere 2 Quellen anzeigenWeniger anzeigen
• StudieBielefelder Mitte-Studie
• BuchRutger Breckmann - Ausführungen zu moralischen Ambitionen
Wer spricht
MMatthias QuentGAST
Soziologe, Professor für Soziologie, Gründer und Leiter des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) in Jena, Experte für Rechtsextremismus und Rechtspopulismus in Deutschland
Alle Auftritte von Matthias Quent →PPetra PinzlerHOST
Petra Pinzler ist Politikredakteurin der ZEIT. In der Folge erklärt sie, warum die Klimakrise in der großen Politik oft nicht zur Chefsache gemacht wird, schildert die persönliche Betroffenheit vieler Menschen und verweist auf lokale Initiativen als unmittelbare Handlungsoptionen.
Alle Auftritte von Petra Pinzler →SStefan SchmittHOST
Wissenschaftsredakteur der ZEIT, Co-Host des Krisenpodcasts 'Auch das noch?', spezialisiert auf Klimawandel, Energiewende und technische Hintergründe zu Krisenthemen der Gegenwart.
Alle Auftritte von Stefan Schmitt →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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