Wirtschaftswachstum ist notwendig, um Menschen Zukunftsperspektiven zu geben und politische Krisen zu vermeiden – aber Deutschland braucht ein anderes Wachstum: eines basierend auf Klimatransformation statt traditioneller Industrieproduktion.
Die Folge diskutiert, warum Deutschland sich in einer wirtschaftlichen Schwächephase befindet und ob dauerhaftes Wachstum notwendig ist. Während Wachstumskritiker ein Leben ohne Wachstum fordern, argumentiert Ökonom Tom Krebs, dass Wachstum zentral für gesellschaftliche Stabilität ist – nicht wegen mehr Konsum, sondern weil Menschen Hoffnung auf ein besseres Leben brauchen. Die eigentliche Krise sei politisch verschärft worden durch schlechte Wirtschaftspolitik. Krebs plädiert für eine grüne Transformationsstrategie mit Strompreisbremse und öffentlichem Eigentum an Infrastruktur, nicht für die jetzigen Sparmaßnahmen und Sozialsystemkürzungen.
Zahlen & Fakten
0,2 Prozent
Aktuell erwartetes Wirtschaftswachstum Deutschlands im Jahr 2024–2025
0,5 Prozent
Prognose der Wirtschaftsweisen (Sachverständigenrat) für das laufende Jahr
2010–2019: 1,6 Prozent
Durchschnittliches Wirtschaftswachstum Deutschlands in der stabilen Dekade vor der Krise
Weitere 11 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
2 Prozent
Wachstumsniveau, das vergleichbare Länder wie Spanien trotz Krisen halten konnten
100 Milliarden Euro
Überkosten durch Privatisierung der Stromnetze an Private Equity in den nächsten 10 Jahren
6–8 Prozent
Wirtschaftswachstum in Westdeutschland in den 1950er-Jahren
0,5 Prozent
Ursprüngliche Prognose der Wirtschaftsweisen für das Jahr (vor Anpassung auf 0,2 Prozent)
1,6 Prozent
Durchschnittliches Wirtschaftswachstum Deutschlands zwischen 2010 und 2019
6-7 Prozent
Wachstumsraten in westlichen Ländern und Deutschland in den 1950er-Jahren
100 Milliarden Euro
Summe, die deutsche Stromverbraucher in den nächsten 10 Jahren zu viel für Stromnetze zahlen werden durch Privatisierung und Private-Equity-Renditen
0,2 Prozent
Erwartet Wirtschaftswachstum Deutschlands im aktuellen Jahr (gemäß aktuellem)
6 Jahre
Zeitraum seit 2019, in dem Deutschland faktisch nicht gewachsen ist – ohne Beispiel in der Bundesrepublik
Zwei Prozent
Wachstumsrate, die Deutschland mit besserer Wirtschaftspolitik erreichen könnte (wie andere europäische Länder)
Sechs Jahre
Zeitraum, in dem die deutsche Wirtschaft faktisch nicht gewachsen ist (ohne Wachstum)
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• Duden: Eintrag "Wachstumsfetischist"
• StudieNikolas Georgescu-Rögen: Konzept der Degrowth basierend auf dem zweiten Gesetz der Thermodynamik
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
CCarla NeuhausHOST
Carla Neuhaus, Gesundheitsredakteurin bei DIE ZEIT im Wirtschaftsressort; in der Folge moderiert sie, stellt Fragen zu den Koalitionsbeschlüssen und gibt eine fachliche Einordnung zu den praktischen Folgen geplanter Änderungen bei Krankschreibungen.
Alle Auftritte von Carla Neuhaus →ZZacharias ZacharakisHOST
Zacharias Zacharakis ist Redakteur im Wirtschaftsressort der ZEIT; in der Folge gibt er eine Einordnung zu den jüngsten Personalentscheidungen im Bundeskabinett und zur Eignung des neuen Verkehrsministers.
Alle Auftritte von Zacharias Zacharakis →UUwe Jean HeuserGAST
Promovierter Ökonom und Weltwirtschaftskorrespondent der ZEIT seit 1992, ehemaliger Leiter der Ressorts Wirtschaft und Green, profunder Kenner der Wirtschaftspolitik.
Alle Auftritte von Uwe Jean Heuser →TTom KrebsGAST
Ökonom und Professor für Makroökonomik und Wirtschaftspolitik an der Universität Mannheim, ursprünglich ausgebildeter Physiker, berät Internationalen Währungsfonds und Weltbank, sitzt in der Mindestlohnkommission.
Alle Auftritte von Tom Krebs →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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