Auf den Punkt – Süddeutsche Zeitung
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Ist die Debatte zur Leihmutterschaft zu moralisch?

25. Juli 2026 · 18 Min.

Friederike Wappler erklärt, dass die Debatte um Leihmutterschaft zu moralisch aufgeladen ist und stattdessen sachliche Regelungen und Schutzmechanismen im Mittelpunkt stehen sollten.

In dem Interview mit Lars Langenau erläutert die Rechtswissenschaftlerin Friederike Wappler die Ergebnisse einer Kommissionsarbeit zur Leihmutterschaft: Das gegenwärtige Verbot könne weiterhin begründet sein, ist aber nicht alternativlos. Wappler kritisiert die starke moralische Politisierung der Debatte und fordert, stattdessen empirische Befunde, Kindeswohlsfragen und die ökonomischen Strukturen von Vermittlungsmärkten in den Blick zu nehmen. Sie skizziert konkrete Leitplanken für eine mögliche, enge Legalisierung und verweist auf den Bedarf, die Fortpflanzungsmedizin insgesamt, etwa Eizellspenden, mitzudenken.

Organisationen

Themen & Erkenntnisse

Einstieg und Kontext · ab 00:00
Moralische Aufladung versus empirische Realität · ab 03:05
Regulierungsoptionen und Empfehlungen der Kommission · ab 10:10

Wer spricht

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Friederike WapplerGAST

Rechtswissenschaftlerin an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Sie war Mitglied einer Kommission, die im Auftrag der damaligen Ampelregierung die Frage abwog, ob und wie Leihmutterschaft rechtlich erlaubt werden könnte, und stellte die Überlegungen der Kommission im April 2024 bei einer Bundespressekonferenz vor.

Alle Auftritte von Friederike Wappler →

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