Auf den Punkt – Süddeutsche Zeitung
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Wassermangel: Wie sinnvoll sind Verbote?

15. Juli 2026 · 14 Min.

Kurz: Kurzfristige Verbote wie in München sparen Wasser, lösen aber nicht die strukturellen Ursachen – dafür sind langfristige Maßnahmen und Anreize gegenüber großen Verbrauchern nötig.

Die Folge beginnt mit der aktuellen Wassersparverordnung Münchens (Bußgelder bis zu 50.000 Euro) und erläutert, welche Alltagsregeln Bürgerinnen und Bürger beachten sollen. Im Gespräch wird erklärt, dass Klimawandel, sinkende Wasserreserven und steigender Verbrauch vor allem durch Wirtschaft und neue Großverbraucher das Problem verschärfen. Die Beschränkungen treffen überwiegend Privathaushalte, während größere „durstige“ Verbraucher oft privilegierte Konditionen haben. Langfristig sind Preissignale, Investitionen und Bodenwasserpolitik nötig.

Zahlen & Fakten

50.000 €

Maximale Strafe für das Befüllen eines Pools oder ähnliche Verstöße in München.

25 %

Anteil, den private Haushalte ungefähr am Gesamtwasserverbrauch haben.

2–3 €/m³

Typische Wassergebühr, die private Haushalte pro Kubikmeter zahlen.

Weitere 7 Zahlen & Fakten anzeigen

80

Anzahl der Kommunen in Deutschland mit Wasserbeschränkungsmaßnahmen.

25 Jahre

Zeitspanne, über die die Wasservorräte in Deutschland kontinuierlich zurückgehen.

30 Jahre

Zeitraum, seit dem der Pro-Kopf-Wasserverbrauch in Deutschland rückläufig ist.

5 Cent/m³

Beispielpreis für einen Kubikmeter Wasser, den Unternehmen mit eigenen Brunnen in manchen Bundesländern zahlen.

10–30 Jahre

Laufzeiten, in denen Wasserrechte an Unternehmen oft vergeben wurden.

2–3 Monate

Typische Befristung für die aktuellen städtischen Verbote/Notverordnungen.

1–2 Liter

Beispiel für die geringe Einsparung pro Haushalt im Vergleich zu möglichen Einsparungen bei großen Verbrauchern.

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Akute Maßnahme: Münchens Wasser-Sparverordnung · ab 00:00
Ursachenanalyse: Klimawandel, sinkende Reserven und wachsender Bedarf · ab 02:23
Bewertung der Verbote und politische Handlungsoptionen · ab 05:52

Wer spricht

L
Laura TerberlHOST

Moderatorin und Redakteurin; eröffnet und leitet die Folge, berichtet aus München über die aktuelle Sparanordnung der Stadtwerke und führt das Interview mit dem Experten.

Alle Auftritte von Laura Terberl
U
Uwe RitzerGAST

Kollege und wiederkehrender Gesprächspartner (u. a. zuvor in der SZ-Folge 'Deutschland trocknet aus'); liefert die Analyse zu Ursachen des Wassermangels, kritisiert kurzfristige Verbote und fordert langfristige politische sowie wirtschaftliche Anreize gegen große Wasserverbraucher.

Alle Auftritte von Uwe Ritzer

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

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