Maria Sibylla Lotter kritisiert, dass Opfersein heute oft zur moralischen Machtrolle wird: Trauma- und Gewaltbegriffe wurden ausgeweitet, Opferinszenierung hat politische Wirkung und beschädigt Debattenkultur sowie Rechtsklarheit.
Maria Sibylla Lotter zeichnet nach, wie sich der Opferbegriff seit den 1960er/1980er Jahren verändert hat: Entstigmatisierung sexueller Gewalt, die Einführung der PTSD-Diagnose 1980 und die Ausbreitung einer Empathieethik führten dazu, dass Opferstatus auch Autorität verleiht. Sie warnt vor performativer Opferinszenierung, die medialen Mob und Gerichte überflügelt und politischen Profit ermöglicht. Die Ausdehnung von Begriffen wie "Gewalt" oder "Rassismus" mache Begriffe unklar und schädige Verständigung; Lotter plädiert für Maß, Mitte, mehr Humor und Resilienz in der Debattenkultur.
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Wer spricht
MMaria Sibylla LotterGAST
Philosophin und Kolumnistin; schreibt u. a. für die NZZ, Die Zeit und die Rheinische Post. Autorin des Buches 'Opfer über Verwundbarkeit als Selbstbild', forscht zu Ethik, Trauma, Opferrollen und Debattenkultur.
Alle Auftritte von Maria Sibylla Lotter →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.