Der Roman ‚Lolita‘ bleibt ein ambivalentes, literarisch ästhetisiertes Zeugnis eines massiven Missbrauchs, dem moderne Gegenentwürfe und Lesarten die Stimme des Opfers zurückgeben.
Die Reportage analysiert, wie Wladimir Nabokovs Roman ‚Lolita‘ seit seinem Erscheinen 1955 zu einer feststehenden kulturellen Projektion wurde, die lange vor allem als ästhetischer Text und kaum als Dokument von sexuellem Missbrauch gelesen wurde. Susanne Strädling betont die ethisch-ästhetische Ambivalenz des Textes, während Elisabeth Bronfen ihn in die Tradition des Motivs der „schönen toten Frau“ einordnet. Lea Ruckpaul und andere Autorinnen schaffen Gegenentwürfe (z. B. ‚Bye Bye Lolita‘), die Lolita/Dolores als Opfer und überlebende Stimme darstellen und damit moderne Debatten wie MeToo reflektieren.
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Wer spricht
SSusanne BrandlHOST
Journalistin und Produzentin der Radio-Wissen-Folge ‚Lolita – Eine Kunstfigur im Spiegel der Zeit‘ (BR). In der Reportage führt sie durch historischen Kontext, literaturwissenschaftliche Analysen und aktuelle Gegenentwürfe.
Alle Auftritte von Susanne Brandl →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.