Radiowissen – BR
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Lolita - Eine Kunstfigur im Spiegel der Zeit

13. Juli 2026 · 28 Min.

Der Roman ‚Lolita‘ bleibt ein ambivalentes, literarisch ästhetisiertes Zeugnis eines massiven Missbrauchs, dem moderne Gegenentwürfe und Lesarten die Stimme des Opfers zurückgeben.

Die Reportage analysiert, wie Wladimir Nabokovs Roman ‚Lolita‘ seit seinem Erscheinen 1955 zu einer feststehenden kulturellen Projektion wurde, die lange vor allem als ästhetischer Text und kaum als Dokument von sexuellem Missbrauch gelesen wurde. Susanne Strädling betont die ethisch-ästhetische Ambivalenz des Textes, während Elisabeth Bronfen ihn in die Tradition des Motivs der „schönen toten Frau“ einordnet. Lea Ruckpaul und andere Autorinnen schaffen Gegenentwürfe (z. B. ‚Bye Bye Lolita‘), die Lolita/Dolores als Opfer und überlebende Stimme darstellen und damit moderne Debatten wie MeToo reflektieren.

Rubriken

Themen & Erkenntnisse

Entstehung, Handlung und kulturelle Prägung von Nabokovs ‚Lolita‘ · ab 00:55
Wissenschaftliche und feministischen Deutungen sowie Kritik der Rezeption · ab 04:00
Gegenentwürfe, Opferstimmen und moderne Lesarten (MeToo-Kontext) · ab 07:33

Wer spricht

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Susanne BrandlHOST

Journalistin und Produzentin der Radio-Wissen-Folge ‚Lolita – Eine Kunstfigur im Spiegel der Zeit‘ (BR). In der Reportage führt sie durch historischen Kontext, literaturwissenschaftliche Analysen und aktuelle Gegenentwürfe.

Alle Auftritte von Susanne Brandl →

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