bto – der Ökonomie-Podcast
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Kahlschlag im Autoland

22. Juli 2026 · 41 Min.

Die Fraunhofer‑Studie zeigt: Der Strukturwandel hin zur Elektromobilität bedroht große Teile der europäischen Antriebsstrang‑Wertschöpfung und führt zu massiven Arbeitsplatzverlusten, wenn Standortbedingungen nicht schnell verbessert werden.

Dr. Daniel Stelter erläutert die Ergebnisse der Fraunhofer‑Studie ELAB 2040 und diskutiert mit Henning Rennert die Folgen für Zulieferer, Batteriefertigung und Standortwettbewerb. Die Studie prognostiziert hohe Wertschöpfungs‑ und Beschäftigungsverluste in Europa, die teils durch Regulierung, teils durch schwindenden Marktanteil verursacht werden. Rennert betont Chancen durch Innovation und Batteriefertigung in Europa, mahnt aber, dass Energiepreise, CO2‑Footprint und Rahmenbedingungen entscheidend sind.

Zahlen & Fakten

87–90 Mrd. €

Wertschöpfungsverlust im Antriebsstrang bis 2035 im Worst‑Case‑Szenario gegenüber 2025

95 Mrd. €

Geschätzter Wertschöpfungsverlust bis 2040 in einem der Szenarien

113 Mrd. € / 18 Mrd. €

In Szenario 2: verlorene Wertschöpfung aus dem Verbrenner vs. neu entstehende Wertschöpfung im Elektroantrieb

Weitere 8 Zahlen & Fakten anzeigen

54 Mrd. €

Prognostizierter Wertschöpfungsverlust für Deutschland bis 2040 gegenüber 2025 (Szenario 2)

18 Mrd. €

Geschätzter Zuwachs an Wertschöpfung in Ungarn (plus 83 %) durch Verlagerungen

2,9 Mio.

Gesamtanzahl der Arbeitsplätze für Hersteller und Zulieferer in Europa (Grundgesamtheit laut Rennert)

1,7 Mio.

Anzahl der Arbeitsplätze bei Zulieferern innerhalb der 2,9 Mio.

90–200 Mrd. €

Potenzielle zusätzliche Wertschöpfung in Deutschland bei deutlichen Verbesserungen der Standortbedingungen (Modellrechnung)

725.000

Bis 2040 in Europa bedrohte Arbeitsplätze in der Antriebsstrangproduktion (Fraunhofer‑Angabe, ungefähre Zahl)

726.000

Bis 2040 geschätzter Personalbedarfsrückgang in Europa (alternative Stellenangabe in der Folge)

645.000

Anzahl der in der Studie betrachteten Beschäftigten, die mit Verbrennungsmotoren und Getrieben arbeiten

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Kernaussagen der Fraunhofer‑Studie ELAB 2040 · ab 01:37: ELAB 2040 prognostiziert erhebliche Wertschöpfungs‑ und Arbeitsplatzverluste im europäischen Antriebsstrang bis 2040.
Interview mit Henning Rennert: Folgen für Zulieferer, Batterieproduktion und Innovation · ab 17:24: Rennert beschreibt technischen Wandel, Jobverschiebungen und die Bedeutung von Batterieproduktion, Energiekosten und Innovation.
Handlungsbedarf: Standortbedingungen, Politik und Gewerkschaften · ab 40:06: Verbesserte Standortbedingungen sind zentral, um Wertschöpfung und Beschäftigung trotz Transformation zu erhalten.

Quellen

StudieELAB 2040 – Wertschöpfung und Beschäftigung in der Automobilindustrie (Kurzstudie, Fraunhofer‑Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO)

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

D
Dr. Daniel StelterHOST

Dr. Daniel Stelter ist Moderator des Ökonomie‑Podcasts BTO und Autor. In dieser Folge führt er in die Debatte um Ungleichheit ein, ordnet frühere Studien und WHO‑Thesen ein und moderiert das Gespräch mit Nicolas Sommet.

Alle Auftritte von Dr. Daniel Stelter
H
Henning RennertGAST

Henning Rennert berät Führungskräfte der Automobilindustrie für Strategy End (PwC) und ist Partner bei Strategy End Deutschland in Düsseldorf. Er ist Mitglied der Automotive‑Praxisgruppe, verfügt über umfangreiche Erfahrung bei OEMs und Zulieferern, arbeitete zuvor rund zwölf Jahre in der globalen Automobilzulieferindustrie und studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Berlin.

Alle Auftritte von Henning Rennert

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

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