Die Fraunhofer‑Studie zeigt: Der Strukturwandel hin zur Elektromobilität bedroht große Teile der europäischen Antriebsstrang‑Wertschöpfung und führt zu massiven Arbeitsplatzverlusten, wenn Standortbedingungen nicht schnell verbessert werden.
Dr. Daniel Stelter erläutert die Ergebnisse der Fraunhofer‑Studie ELAB 2040 und diskutiert mit Henning Rennert die Folgen für Zulieferer, Batteriefertigung und Standortwettbewerb. Die Studie prognostiziert hohe Wertschöpfungs‑ und Beschäftigungsverluste in Europa, die teils durch Regulierung, teils durch schwindenden Marktanteil verursacht werden. Rennert betont Chancen durch Innovation und Batteriefertigung in Europa, mahnt aber, dass Energiepreise, CO2‑Footprint und Rahmenbedingungen entscheidend sind.
Zahlen & Fakten
87–90 Mrd. €
Wertschöpfungsverlust im Antriebsstrang bis 2035 im Worst‑Case‑Szenario gegenüber 2025
95 Mrd. €
Geschätzter Wertschöpfungsverlust bis 2040 in einem der Szenarien
113 Mrd. € / 18 Mrd. €
In Szenario 2: verlorene Wertschöpfung aus dem Verbrenner vs. neu entstehende Wertschöpfung im Elektroantrieb
Weitere 8 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
54 Mrd. €
Prognostizierter Wertschöpfungsverlust für Deutschland bis 2040 gegenüber 2025 (Szenario 2)
18 Mrd. €
Geschätzter Zuwachs an Wertschöpfung in Ungarn (plus 83 %) durch Verlagerungen
2,9 Mio.
Gesamtanzahl der Arbeitsplätze für Hersteller und Zulieferer in Europa (Grundgesamtheit laut Rennert)
1,7 Mio.
Anzahl der Arbeitsplätze bei Zulieferern innerhalb der 2,9 Mio.
90–200 Mrd. €
Potenzielle zusätzliche Wertschöpfung in Deutschland bei deutlichen Verbesserungen der Standortbedingungen (Modellrechnung)
725.000
Bis 2040 in Europa bedrohte Arbeitsplätze in der Antriebsstrangproduktion (Fraunhofer‑Angabe, ungefähre Zahl)
726.000
Bis 2040 geschätzter Personalbedarfsrückgang in Europa (alternative Stellenangabe in der Folge)
645.000
Anzahl der in der Studie betrachteten Beschäftigten, die mit Verbrennungsmotoren und Getrieben arbeiten
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieELAB 2040 – Wertschöpfung und Beschäftigung in der Automobilindustrie (Kurzstudie, Fraunhofer‑Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO)
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
DDr. Daniel StelterHOST
Dr. Daniel Stelter ist Moderator des Ökonomie‑Podcasts BTO und Autor. In dieser Folge führt er in die Debatte um Ungleichheit ein, ordnet frühere Studien und WHO‑Thesen ein und moderiert das Gespräch mit Nicolas Sommet.
Alle Auftritte von Dr. Daniel Stelter →HHenning RennertGAST
Henning Rennert berät Führungskräfte der Automobilindustrie für Strategy End (PwC) und ist Partner bei Strategy End Deutschland in Düsseldorf. Er ist Mitglied der Automotive‑Praxisgruppe, verfügt über umfangreiche Erfahrung bei OEMs und Zulieferern, arbeitete zuvor rund zwölf Jahre in der globalen Automobilzulieferindustrie und studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Berlin.
Alle Auftritte von Henning Rennert →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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