Der Ostcast
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Gefährliche Erinnerungen

13. August 2026 · 40 Min.

Die politische Instrumentalisierung historischer Erinnerungen — etwa die Verherrlichung der UPA und von Stepan Bandera — belastet das polnisch‑ukrainische Verhältnis und gefährdet Sicherheits- und Zukunftskooperationen.

Alice Bota und Michael Thumann analysieren, wie ungeklärte historische Traumata und ihre Instrumentalisierung die Gegenwart zwischen Polen und der Ukraine prägen. Anhand der Erinnerung an die UPA, der Debatte um Stepan Bandera und der Massaker in Wolhynien zeigen sie, wie divergente Narrativa politisch ausgenutzt werden. Es geht um historische Fakten, unterschiedliche Deutungen und die aktuellen diplomatischen und gesellschaftlichen Folgen, inklusive nationalistischer Mobilisierung und einer möglichen Erosion bilateraler Unterstützung.

Themen & Erkenntnisse

Erinnerungspolitik als Konfliktfeld (Einstieg) · ab 03:01
Historischer Exkurs: UPA, Stepan Bandera und Wolhynien · ab 08:40
Aktuelle politische Folgen und Instrumentalisierung · ab 27:37

Wer spricht

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Michael ThumannHOST

Leiter des Moskauer Büros der ZEIT und Moskau‑Korrespondent; berichtet vor Ort über Politik, Gesellschaft und Wirtschaft in Russland und ist Co‑Moderator des Podcasts „Ostcast“. (Er liefert in dieser Folge Eindrücke aus Moskau und Regionen.)

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Martin Schulze-WesselGAST

Martin Schulze‑Wessel, Professor für osteuropäische und südosteuropäische Geschichte an der Ludwig‑Maximilians‑Universität München; Mitgründer der Deutsch‑Ukrainischen Historiker‑Kommission und Autor u. a. von ‚Die übersehene Nation‘, ordnet die widersprüchlichen Erinnerungskulturen in Polen und der Ukraine historisch ein.

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