Die Dunkelkammer – Der Investigativ-Podcast
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#345 Google, Rechenzentren & ihre Grenzen - mit Raumplaner Gernot Stöglehner

2. Juli 2026 · 59 Min.

Große Rechenzentren wie das geplante Google‑Projekt in Kronstorf beanspruchen beträchtliche Flächen, Wasser und Strom und brauchen überörtliche Steuerung, klare Bedarfsfragen sowie Maßnahmen wie Abwärmenutzung, um Umwelt- und Klimaziele nicht zu gefährden.

Im Interview erklärt Prof. Dr. Gernot Stöcklener (BOKU), warum Rechenzentren erhebliche räumliche und ressourcenbezogene Folgen haben — von Bodenverbrauch über hohen Strombedarf bis zu großem Wasserverbrauch und Abwärme. Er fordert überörtliche Raumplanung, Bedarfsanalyse und strategische Vorgaben (Netto‑Null‑Flächenverbrauch, Abwärmenutzung). Zugleich warnt er vor geopolitischer Abhängigkeit, steigenden Strompreisen und physischen Grenzen für unbegrenztes Wachstum von Rechenzentren und KI‑Infrastruktur.

Zahlen & Fakten

~5 %

Geschätzter Anteil (ca.) des österreichischen Strombedarfs, den 3,5 TWh entsprechen (im Gespräch).

70 Hektar

Gesamtfläche, die in Kronstorf für gewerbliche Entwicklung und Rechenzentrum beansprucht wird (u. a. 50 ha für Google).

50 Hektar

Geplante Fläche für das Google‑Rechenzentrum in Kronstorf.

Weitere 9 Zahlen & Fakten anzeigen

150 Megawatt

Anschlussleistung des Rechenzentrums in der ersten Ausbaustufe (genannte Größenordnung).

1,3 Terawattstunden pro Jahr

Erster genannter Jahresstromverbrauch des Projekts in Kronstorf (abhängig von Auslastung).

900.000 Haushalte

Anzahl Haushalte, die mit 3,5 TWh/Jahr theoretisch versorgt werden könnten (Vergleich im Gespräch).

200 Liter/Sekunde

Förderrate der vier Brunnen am Ufer der Enz für Kühlzwecke (genannte Zahl).

34

Anzahl geplanter Notstromaggregate für das Projekt (Angabe aus dem Gespräch/Facebook‑Fund).

52 Tonnen

Gewicht eines einzelnen Notstromaggregats (genannte Angabe).

8,5 Hektar

Geplante Fläche für ein Verteilzentrum von dm neben dem Rechenzentrum.

bis zu 500 Megawatt (laut Google‑Sprecher unter dieser Grenze)

Google‑Angabe zur maximalen Leistungsbegrenzung (vom Sprecher).

3,5 Terawattstunden pro Jahr

Später genannter möglicher Jahresstromverbrauch bei voller Ausbaustufe; entspricht etwa 900.000 Haushalten.

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Organisationen

Themen & Erkenntnisse

Einstieg: Expertise, Energieraumplanung und Bodenschutz · ab 01:19: Vorstellung und Einordnung: Energieraumplanung, Bodenschutz und die Notwendigkeit strategischer Flächenpolitik.
Kronstorf/Google: Flächen-, Energie‑ und Wasserfolgen · ab 08:50: Analyse des Google‑Projekts: großer Flächenverbrauch, hoher Strom‑ und Wasserbedarf sowie mögliche ökologische Folgen.
Fazit/Ausblick: Steuerung, Resilienz und Grenzen des Ausbaus · ab 44:44: Appell für überörtliche Steuerung, Bedarfsbegrenzung und Resilienz gegen Konzentration und Ressourcengrenzen.

Quellen

BuchRettet die Böden (2024), Falter Verlag — Buch von Gernot Stöcklener

StudieStudie/Analyse von Bloomberg (2025) — Bericht über steigende Strompreise in Regionen mit großen Rechenzentren

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

E
Edith MeinhardtHOST

Journalistin und Moderatorin der Folge; leitete die gemeinsame Recherche mit Therese und Christine, interviewte die Beteiligten und ordnete die rechtlichen Bewertungen ein.

Alle Auftritte von Edith Meinhardt
G
Gernot StöcklenerGAST

Universitätsprofessor an der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), leitet das Department Landwirtschaft, Wasser und Infrastruktur (Zusammenschluss von Instituten). Beschäftigt sich mit Energieraumplanung, Bodenverbrauch und Klimaanpassung; Autor des Buchs 'Rettet die Böden' (2024).

Alle Auftritte von Gernot Stöcklener

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

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