Hat Europa beim Batterierennen noch eine Chance?
31. Mai 2026 · 37 Min.
Europas Batteriezellproduktion steckt in einer kritischen Phase zwischen großem Anspruch und technologischen Herausforderungen – während China drei Schritte macht, wenn Europa einen macht.
Der Podcast analysiert die aktuelle Situation der europäischen Batteriezellindustrie kurz vor der Battery Show Europe 2024 in Stuttgart. Gastexperte Heiner Heimes vom PEM der RWTH Aachen zeichnet ein differenziertes Bild: Geplante Produktionskapazitäten haben sich von 2.000 auf unter 1.000 Gigawattstunden pro Jahr mehr als halbiert, während asiatische Hersteller ihre Dominanz ausbauen. Das zentrale Problem liegt nicht in der Fabrikplanung, sondern im extrem schwierigen Produktionshochlauf – dem „Tal der Tränen" – wo hochwertige Zellen in großer Menge produziert werden müssen. Trotz dieser Herausforderungen gibt es positive Entwicklungen in Recycling, Testinfrastruktur, Modul- und Packfertigung sowie bei Projekten wie PowerCo und Tesla Grünheide.
Zahlen & Fakten
über 50 Millionen Euro
Gesamtfördervolumen des FastBud-Forschungsprojekts der RWTH Aachen
2.000 Gigawattstunden pro Jahr
Ursprüngliche Ankündigungen europäischer Batteriezellproduktionskapazitäten
unter 1.000 Gigawattstunden pro Jahr
Aktuelle geplante europäische Batteriezellproduktionskapazitäten (mehr als halbiert)
Weitere 5 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
30 Cent pro Kilowattstunde
Deutsche Industriestrompreise
9 Cent pro Kilowattstunde
Ungarische Industriestrompreise
40 Unternehmen und Institute
Testinfrastruktur-Anbieter für Batterien, die in den letzten zehn Jahren in Europa entstanden sind
über 100 Unternehmen
Europäische Hersteller von Batteriemodulen und Systemen
9. bis 11. Juni
Termin der Battery Show Europe 2024 in Stuttgart
Rubriken
Organisationen
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
PPeter SchwierzHOST
Host des Podcasts ‚eMobility Insights‘ (Podcast von Elektriff), moderiert das Interview und leitet die Diskussion zur Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen sowie zur Themenwoche ‚Truck Charging‘.
Alle Auftritte von Peter Schwierz →HHeiner HeimesGAST
Professor für Production Engineering of E-Mobility Components (PEM) an der RWTH Aachen, Experte für Batteriezellenproduktion und europäische Batterieindustrie
Alle Auftritte von Heiner Heimes →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
Ähnliche Folgen

RONZHEIMER. · 2. Juni 2026
Der Auto-Angriff auf Deutschland. Mit Philipp Raasch
China hat sich von der Werkbank der Welt zur führenden Elektroauto-Nation entwickelt und drängt deutsche Autokonzerne weltweit zurück – weil die Chinesen schneller, günstiger und softwarekompetenter sind.
Handelsblatt Green & Energy · 2. Juni 2026
Elektro-Autos als Stromspeicher – Nische oder Zukunftsvision?
Elektroautos können mit bidirektionalem Laden als dezentrales Speichersystem das Energienetz stabilisieren und die Stromkosten für Nutzer senken – müssen aber erst regulatorisch freigemacht und technisch skaliert werden.
ENERGIEZONE · 2. Juni 2026
Energiewende unter Druck (E#120)
Thorsten Levesen warnt, dass politische und regulatorische Eingriffe (Netzgebühren, Redispatch‑Vorbehalt, Bevorzugung von Gas) die Investitionsbereitschaft in erneuerbare Energien gefährden und den Ausbau ausbremsen.
Wirtschaft für alle – ifo Institut · 1. Juni 2026
Der Kampf um kritische Rohstoffe
Europa sollte Verarbeitungskapazitäten ausbauen, Markttransparenz erhöhen und Recycling forcieren, um seine Abhängigkeit von China bei kritischen Rohstoffen zu reduzieren.

Was mich bewegt – Der Automotive-Podcast · 1. Juni 2026
Neue Strategie, alte Probleme? So will Stellantis raus aus der Krise
Stellantis präsentiert mit „Fastlane 2030“ eine Neujustierung: Konzentration auf vier Kernmarken, große Investitionen und stärkere Partnerschaften sollen zurück zu Wachstum und Profitabilität führen.
MDR aktuell – Das Beste vom Morgen · 3. Juni 2026
Ost-Chemie fordert Pause bei CO2-Preisen
Steigende CO2-Preise setzen Ostdeutschlands Chemieindustrie unter Druck: Christoph Günther fordert eine Pause, Sven Schulze unterstützt das, während Nils Aldag vor negativen Signalen für grüne Investitionen warnt und Matthias Ecke einen Kompromiss anstrebt.