Essay und Diskurs – DLF
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Nach 9/11 - Wie das Hadern mit der Welt die Oberhand gewann

6. September 2026 · 33 Min.

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 setzte sich eine Kultur der Untröstlichkeit durch: das Hadern mit der Welt gewann die Oberhand und verdrängte viele traditionelle Trostformen.

Ralf Konersmann zeichnet nach, wie der Schock von 9/11 eine Stimmung des Argwohns und der Untröstlichkeit beförderte, die einfache tröstliche Bilder als unpassend erscheinen lässt. Er verfolgt diese Haltung historisch von biblischen Schöpfungs- und Paradieserzählungen über gnostische Zweifel bis zu Aufklärungskonflikten nach. Dabei zeigt er, wie sich Trostbegriffe wandelten: von religiöser Zusicherung über philosophische Einsichts- und Selbsthilfeansätze bis zur modernen Praxis, Trost durch Aktivität und Pragmatik zu ersetzen. Am Ende plädiert er für die Zulassung einfacher Trostmittel wie Lieder als legitime Wahlmöglichkeit.

Rubriken

Organisationen

Themen & Erkenntnisse

Einstieg: Louis Armstrong, 9/11 und die Kulturen der Untröstlichkeit · ab 00:13
Historische und religiöse Wurzeln des Weltvertrauens und -zweifels · ab 11:16
Philosophische Trostkonzepte und die moderne Alternative · ab 26:25

Wer spricht

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Ralf KonersmannHOST

Ralf Konersmann ist der Verfasser und Vortragende dieses Essays. Er analysiert kulturgeschichtliche und philosophische Debatten über Trost, Weltvertrauen und Untröstlichkeit, führt historische Beispiele an (biblische Erzählungen, Gnosis, Aufklärung, Montaigne, Simmel) und verknüpft sie mit der Stimmung nach den Anschlägen vom 11. September 2001.

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