Der Progesteronmangel in der Perimenopause ist ein hartnäckiger Mythos – in Wirklichkeit sind die Hormonmuster viel komplexer und variabeler als die pauschale Aussage "Progesteron fehlt zuerst".
Die Folge räumt auf mit dem weit verbreiteten Mythos, dass Progesteron in den Wechseljahren als erstes und kontinuierlich weniger wird. Aktuelle Forschung zeigt stattdessen ein erratisches Hormonsystem: Frauen haben mal mehrere Eisprünge hintereinander, mal gar keinen, mal relative Progesteronüberschüsse, mal Mängel – alles im gleichen Zyklus möglich. Dr. Katrin Schaudig erklärt die physiologischen Hintergründe dieser Unregelmäßigkeiten und erklärt, warum eine pauschale Progesteron-Gabe in der Perimenopause häufig nicht zielführend und in der Postmenopause unter bestimmten Bedingungen sinnvoll ist.
Zahlen & Fakten
0,5 %
Anteil der Frauen in der E3N-Studie, die einen Gebärmutterschleimhautkrebs entwickelten, obwohl Progesteron gegeben wurde.
16 Jahre
Zeitraum, seitdem Dr. Schaudig ihre Sicht auf Progesteronmangel korrigiert hat, nachdem sie die australische Studie 2009 las.
2009
Veröffentlichungsjahr der australischen Studie mit Hormonmessungen alle zwei bis drei Tage bei Frauen in der Perimenopause.
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2 Jahre
Zeitraum vor der letzten Regelblutung, in dem Frauen noch in fast jedem Zyklus Progesteronsekretion haben.
150 Picogramm Östradiol zu 15 Nanogramm Progesteron
Ideales Verhältnis (1:10) in der Mitte der Lutealphase (5–7 Tage nach Eisprung).
20 Picogramm/ml
Blutspiegel-Grenzwert, den ein Münchner Gynäkologe einhält, um ohne Gestagen auszukommen – Dr. Schaudig lehnt diese Strategie ab.
8- bis 10-fach
Erhöhtes Gebärmutterschleimhauthkrebsrisiko bei Frauen der frühen Hormonersatztherapie unter reinem Östrogen (ohne Gestagen).
2,7-fach
Erhöhtes Endometriumkrebsrisiko in der E3N-Studie bei langfristiger Östrogenersatztherapie mit Progesteron (vermutlich unterdosiert).
14 Mikrogramm
Östradiol-Dosis in einem transdermalen Pflaster in den USA – sehr niedrig, aber trotzdem zeigten Zulassungsstudien mehr Blutungen als in Kontrollgruppen.
Organisationen
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieAustralische Studie von Forschern mit Hormonmessungen alle zwei bis drei Tage bei Frauen in der Perimenopause (2009)
• StudieE3N-Studie zu Endometriumkrebsrisiko bei Östrogenersatztherapie mit und ohne Progesteron/Dydrogesteron
• RechtLeitlinie zum Endometriumkarzinom (Gebärmutterschleimhautkrebs) mit Daten zu Progesteronschutz
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
KKatrin SimonsenHOST
Katrin Simonsen ist Redakteurin und Moderatorin bei MDR aktuell und Co‑Host des Podcasts Hormongesteuert. In der Sendung leitet sie die Gespräche, stellt Hörerinnenfragen und verbindet medizinische Inhalte mit lebenspraktischen Perspektiven, um Hormonthemen zugänglich zu machen.
Alle Auftritte von Katrin Simonsen →DDr. Katrin SchaudigGAST
Dr. Katrin Schaudig ist Frauenärztin, Hormonexpertin und Präsidentin der Deutschen Menopause‑Gesellschaft. Im Podcast bringt sie ärztliche Fachperspektiven zu Hormonfragen ein, erklärt klinische Zusammenhänge (z. B. PCOS/PMOS, Menopause) und kommentiert Studien sowie Präventionsstrategien.
Alle Auftritte von Dr. Katrin Schaudig →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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