Bundesregierung will Erneuerbaren-Förderung ändern, Reform des Emissionshandels, Klimawandel verursacht Korallenbleichen
24. Juli 2026 · 20 Min.
Die Folge fasst drei Entwicklungen zusammen: die geplante Markt‑ und Netzorientierung der EEG‑Förderung, den verlangsamten Reduktionspfad im EU‑Emissionshandel und eine Studie, die den menschengemachten Klimawandel als Hauptursache für globale Korallenbleichen identifiziert.
Die Bundesregierung plant eine Neuausrichtung der Förderung erneuerbarer Energien: mehr Marktinstrumente, weniger feste Einspeisevergütung und mehr Einfluss der Netzbetreiber bei Engpassgebieten. Die EU‑Kommission schlägt vor, das Tempo der Zertifikatsreduktion im Emissionshandel nach 2030 zu dämpfen und die Industrie zeitlich zu entlasten, gekoppelt an Bedingungen und Investitionshilfen. Eine Studie der Organisation Rimet Central zeigt, dass die großen globalen Korallenbleichen der letzten Jahrzehnte ohne die menschengemachte Erwärmung nahezu ausgeblieben wären.
Zahlen & Fakten
5 %
Schwelle, ab der ein Gebiet als kapazitätslimitiert gilt (wenn Anlagen mehr als 5 % ihrer Produktion abgeregelt wurden).
20 %
Maximalanteil des jährlichen Stromertrags einer Anlage, für den entschädigungsfreie Abregelung geplant ist (genauer Wert noch offen).
4,3 %
Aktueller linearer Reduktionsfaktor im EU‑ETS (Jahresminderung der Zertifikatsmenge).
Weitere 17 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
4,4 %
Geplanter Reduktionsfaktor für 2028–2030 nach der Reform von 2023.
3,7 %
Vorgeschlagener Reduktionsfaktor in der ersten Hälfte der 2030er Jahre laut Kommissionsvorschlag.
1,7 %
Vorgeschlagener Reduktionsfaktor für 2036–2040 im Kommissionsvorschlag.
80 %
Anteil der kostenlosen Zertifikate, den Unternehmen erhalten sollen, wenn sie einen Dekarbonisierungsplan vorlegen (ab 2031 an Bedingungen geknüpft).
20 %
Restliche 20 % der kostenlosen Zertifikate hängen davon ab, ob Unternehmen ihre Dekarbonisierungspläne auch einhalten.
10 %
Aktueller Anteil der Einnahmen aus dem Emissionshandel, den die EU‑Länder laut Kommission bisher zur Unterstützung der Industrie für Emissionsminderung nutzen.
100 Milliarden Euro
Geplante Ausstattung einer Bank für industrielle Dekarbonisierung zur Unterstützung von Investitionen und Belohnung früher Dekarbonisierer.
23 %
Gegenwärtiger Stromanteil am Endenergieverbrauch laut Kommissionsaktio nplan zur Elektrifizierung.
46 %
Ziel für den Stromanteil am Endenergieverbrauch bis 2040 (Verdopplung von 23 % auf 46 %).
12 %
Schwellenwert, ab dem Wissenschaftler:innen von einem globalen Korallenbleiche‑Ereignis sprechen (mindestens 12 % der weltweiten Riffe betroffen).
50 %
Ungefährer Rückgang der Emissionen der im EU‑ETS erfassten Sektoren seit Einführung 2005 ("um gut die Hälfte").
6 Jahre
Dauer, für die eine Ausweisung als kapazitätslimitiertes Gebiet gelten soll (statt ursprünglich 10 Jahre).
25 kW
Leistungsgrenze: Anlagen unter 25 Kilowatt erhalten Übergangsregelungen bei Wegfall der festen Einspeisevergütung.
1,5 Cent pro Kilowattstunde
Bonus für Betreiber, die ihren Strom direkt vermarkten (für Klein‑anlagen), befristet auf maximal vier Jahre.
4 Jahre
Maximale Dauer für den Direktvermarkter‑Bonus von 1,5 Cent/kWh.
4
Anzahl globaler Korallenbleichen seit Ende der 1990er Jahre (Definition: mindestens 12 % der weltweiten Riffe betroffen).
71
Anzahl der Regionen, in denen bei dem letzten globalen Bleiche‑Ereignis eine Korallenbleiche beobachtet wurde; in einer Welt ohne Klimawandel wäre nur in einer Region ein mäßiges Risiko bestanden.
Rubriken
Organisationen
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieRimet Central (gemeinnützige Wissenschaftsorganisation) – Analyse zum Anteil des Klimawandels an globalen Korallenbleichen
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
VVerena KernHOST
Verena Kern ist Redakteurin bei Klimareporter. Sie moderierte diese Folge des klima update°, präsentierte die drei Hauptthemen und leitete das Gespräch über EEG‑Reformen, EU‑ETS‑Pläne und Studien zu Korallenbleichen.
Alle Auftritte von Verena Kern →SSandra KirchnerHOST
Sandra Kirchner ist Moderatorin und Redakteurin bei Klimareporter; sie co‑moderiert das Klima‑Update, analysiert klimapolitische Entwicklungen und diskutiert in der Sendung wissenschaftliche Befunde sowie energie‑ und transformatorische Politikaspekte.
Alle Auftritte von Sandra Kirchner →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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