Lesart – Das Literaturmagazin
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Buchkritik - "Das Kreditkarten-Buch" von Sebastian Gießmann

15. August 2026 · 7 Min.

Christian Schüle fasst zusammen: Das Kreditkartenbuch macht sichtbar, wie Kreditkarten über Jahrhunderte Kapitalismus, Überwachung und die Digitalisierung des Bezahlens miteinander verknüpfen.

Christian Schüle bespricht das Buch 'Das Kreditkartenbuch' und zeichnet nach, wie die Geschichte der Kreditkarten bei Londons Clearing Houses im 19. Jahrhundert beginnt und sich über US-Mercantile-Agencies bis zur modernen digitalen Bezahlwelt erstreckt. Er betont, dass Bezahlen als Koordination, Identifikation und Klassifikation verstanden werden muss und dass Kreditwesen Überwachungsmechanismen etabliert hat. Schüle lobt die lesbare Darstellung, zahlreiche Anekdoten und die prägnante Verbindung kulturtheoretischer Analyse mit konkreter Technikgeschichte.

Zahlen & Fakten

1830

ungefährer Beginn der Clearing-House-Aktivitäten in London, als frühe Form des Ausgleichs und der Registrierung von Zahlungen

1840

zeitliche Ausbreitung der beschriebenen Praktiken von England in die Vereinigten Staaten

1870

ab diesem Zeitraum begannen US-Mercantile-Agencies, die Kreditwürdigkeit von Konsumenten zu überwachen

Weitere 7 Zahlen & Fakten anzeigen

300 Jahre

Schätzung der langen historischen Dauer, über die sich Bezahlsysteme und kapitalistische Praktiken entwickeln

30 Tage

übliches Zahlungsziel, das Kaufhäuser und frühe Kartenlösungen wie Diners Club anboten

1980er

Dekade, in der neoliberale Wenden und sinkende Reallöhne der US-Mittelschicht die Expansion von Kreditangeboten begünstigten

1990er

weiterer Zeitraum der Ausweitung von Kreditkartenkonsum und Verschuldung in den USA

knapp 200 Seiten

von Schüle erwähnter Leseumfang, nach dem viel im Kopf bleibt

256 Seiten

konkrete Angabe zum Umfang des Buches in den Veröffentlichungsangaben

25 Euro

genannter Verkaufspreis des Buches laut Shownotes/Verlagsangabe

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Historische Entwicklung von Kreditwesen und Bezahlverfahren · ab 00:30
Bewertung des Buches, Stil und Anekdoten · ab 05:13

Quellen

BuchDas Kreditkartenbuch von Sebastian Gießmann (Kulturverlag Katmos, 256 Seiten)

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

C
Christian SchüleHOST

Buchkritiker bei Deutschlandfunk Kultur und Beiträger der Sendung „Lesart“. In dieser Folge rezensiert er das Buch „Schuld und Geheimnis“, erläutert Aufbau, Porträts und die historische Einordnung der vorgestellten Publizisten.

Alle Auftritte von Christian Schüle

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

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