Ein schmaler autofiktionaler Erinnerungsband schildert aus der kindlichen Perspektive die Flucht und Vertreibung eines achtjährigen Mädchens zwischen 1945 und 1947.
Die Besprechung stellt das Buch als eine Sammlung autofiktionaler Episoden vor, in denen ein achtjähriges Ich Flucht, Bombenangriffe und das Leben als Evakuierte erlebt. Die Erzählerin bleibt konsequent in der kindlichen Perspektive und deutet nicht aus heutiger Sicht, wodurch banale Details eindrücklicher wirken als große historische Ereignisse. So entsteht ein genau beobachtetes Bild von Anpassung, Fremdsein und sozialen Spannungen in der Nachkriegszeit.
Zahlen & Fakten
8 Jahre
Alter des Mädchens zu Beginn der geschilderten Geschichten
1945–1947
Zeitraum, den die Erzählungen abdecken
120 Seiten
Umfang der Ausgabe im Schüren Verlag
Weitere 1 Zahl & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
15 Euro
Preisangabe im Buchhandel
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• BuchEin Mädchen (Helke Sander), Schüren Verlag.
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
MManuela ReichertGAST
Manuela Reichert, Literaturkritikerin bei Deutschlandfunk Kultur (Studio 9), bespricht in dieser Folge den autofiktionalen Erinnerungsband 'Ein Mädchen' und analysiert Perspektive, Stil sowie zentrale Szenen und Themen.
Alle Auftritte von Manuela Reichert →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
Ähnliche Folgen
SWR Kultur lesenswert – Literatur · 27. Juli 2026
Wie eine Frau gegen ihre Seelenqualen kämpft
Der Roman 'Aus dem Dunkel' schildert eindringlich, wie eine namenlose Ich‑Erzählerin nach einem traumatischen Ereignis und mit der Diagnose Posttraumatische Belastungsstörung sich mühsam ins Leben zurückkämpft.

Apropos – der tägliche Podcast · 31. Juli 2026
Buchsommer (4/5): Wie die Kriegsrealität den Roman «Endling» einholte
Martin Fischer erklärt, wie Maria Revas Roman «Endling» Fiktion und die reale Kriegsrealität der Ukraine ineinander webt und so ein vielschichtiges Bild von Überleben, Patriarchat und Identität zeichnet.
Lesart – Das Literaturmagazin · 1. Aug. 2026
Buchkritik: "Ich geh jetzt los und bring mich um" von Fang Fang
Liane von Billerbeck stellt Fang Fangs Roman 'Ich gehe jetzt los und bring mich um' vor und hebt die Darstellung weiblicher Verzweiflung sowie die Verbindung von Privatem und Politischem hervor.
Lesart – Das Literaturmagazin · 28. Juli 2026
Buchkritik - "Ellen" von Franziska zu Reventlow
Der Roman ‚Ellen‘ (1903) schildert offen und weitgehend autobiografisch den Bruch mit adeligen Konventionen und eine frühe weibliche Rebellion gegen gesellschaftliche Erwartungen.
SWR Kultur lesenswert – Literatur · 28. Juli 2026
Auf der Suche nach „Zukunftsmut“. Gabriele von Arnims Tagebuch der Polykrise
Ein Tagebuch versucht, angesichts politischer Umbrüche und persönlicher Verluste Zuversicht, Widerstandskraft und kleine Räume der Verbundenheit zu bewahren.

Literaturclub Interview · 31. Juli 2026
Hörtipp: Literaturclub Buchtipps
Britta Spichiger und Katja Schönherr präsentieren in den «Literaturclub Buchtipps» zwei Leseempfehlungen: das Schweizer Debüt «Unter Gästen» und den indischen Roman «Die Einsamkeit von Sonia und Sunny».