Ein bundesweiter Mietpreisdeckel soll schnelle Mieterhöhungen stoppen, ist aber umstritten wegen möglicher negativer Effekte auf Bau und Wohnqualität.
Ein Bündnis fordert per Petition einen bundesweiten Mietpreisdeckel als Reaktion auf stark steigende Mieten und hohe Wohnkostenbelastungen. Die bislang eingeführte Mietpreisbremse von 2015 hat offenbar wenig Wirkung gezeigt. Befürworter erhoffen Entlastung für Haushalte mit hohen Wohnkosten, Kritiker warnen vor gedämpfter Bautätigkeit, sinkender Wohnqualität und Verlagerung preistreibender Effekte.
Zahlen & Fakten
70 %
Laut Deutschem Mieterbund sind die Mieten in deutschen Großstädten wie Leipzig oder Berlin in den letzten zehn Jahren um bis zu 70 % gestiegen.
7 Millionen
Anzahl der Mieterhaushalte in Deutschland, die mehr als 30 % ihres Einkommens für Wohnen ausgeben, genannt von Melanie Weber-Moritz (Deutscher Mieterbund).
30 %
Schwelle von mehr als 30 % des Einkommens für Wohnkosten, ab der Haushalte laut Melanie Weber-Moritz als überlastet gelten (Deutscher Mieterbund).
Weitere 4 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
42 %
Anteil der Mieterhaushalte, die zum unteren Einkommensdrittel gehören, laut Melanie Weber-Moritz (Deutscher Mieterbund).
10 %
Höchstaufschlag bei Neuvermietungen durch die Mietpreisbremse: Miete darf höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen.
1.400 Euro
Monatliches Haushaltseinkommen (ca. 1.400 Euro), das Melanie Weber-Moritz als Obergrenze für das unteren Einkommensdrittel nennt (Deutscher Mieterbund).
2015
Jahr, in dem die Mietpreisbremse in 14 deutschen Bundesländern eingeführt wurde.
Themen & Erkenntnisse
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