Amoktaten sind selten, meist geplante Mehrfachtötungen mit komplexen Motiven und häufig psychischen Auffälligkeiten; Prävention ist möglich, aber begrenzt und hängt von wahrgenommenen Hinweisen im Umfeld ab.
Die Kriminologin Britta Bannenberg erläutert, dass Amoktaten in der Regel geplant sind, aus Groll oder krankheitsbedingten Wahnvorstellungen entstehen und sich nicht klar von Terrorakten abgrenzen lassen, da Mischformen möglich sind. Täter sind zu über 90 % männlich und zeigen oft schwere psychische Störungen oder Persönlichkeitsstörungen. Viele Täter kündigen ihre Taten monatelang mittelbar an, weshalb das soziale Umfeld und ein gutes Bedrohungsmanagement wichtig für Prävention sind. Trotz der medienwirksamen Natur solcher Taten bleibt das Risiko für die Bevölkerung statistisch sehr gering.
Zahlen & Fakten
über 90 %
Über 90 % der Amoktäter sind männlich, nach Angaben der Kriminologin Britta Bannenberg (Universität Gießen).
1/3
Etwa 1/3 der erwachsenen Amoktäter weisen unbehandelte paranoide Schizophrenie auf, nach Einschätzung von Britta Bannenberg (Universität Gießen).
2/3
Ungefähr 2/3 der erwachsenen Amoktäter werden von Persönlichkeitsstörungen geprägt, laut Britta Bannenberg (Universität Gießen).
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• RedeBritta Bannenberg, Professorin für Kriminologie an der Universität in Gießen (Ausführungen zu Motiven, Tätermerkmalen und Prävention von Amokläufen im Interview).
• ArtikelLe Quotidien Jurassian (Bericht über Aussagen der Eltern zum früheren Schizophrenie-Diagnose des mutmasslichen Täters).
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
SSusann StöckelHOST
Journalistin und Moderatorin bei SRF; Redakteurin und Gastgeberin des Nachrichtenformats »News Plus« auf Radio SRF 4 News, das aktuelle Themen tiefgründig und verständlich aufbereitet. Moderiert diese Folge.
Alle Auftritte von Susann Stöckel →BBritta BannenbergGAST
Britta Bannenberg ist Professorin für Kriminologie an der Universität in Gießen. Sie forscht seit dem Amoklauf am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt (2002) empirisch zu Amoktätern und hat ihren Schwerpunkt auf Gewalt- und Tötungsdelikte gelegt; in der Folge erklärt sie Motive, Tätermerkmale und Präventionsansätze.
Alle Auftritte von Britta Bannenberg →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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