Amoktaten sind selten, meist geplante Mehrfachtötungen mit komplexen Motiven und häufig psychischen Auffälligkeiten; Prävention ist möglich, aber begrenzt und hängt von wahrgenommenen Hinweisen im Umfeld ab.
Die Kriminologin Britta Bannenberg erläutert, dass Amoktaten in der Regel geplant sind, aus Groll oder krankheitsbedingten Wahnvorstellungen entstehen und sich nicht klar von Terrorakten abgrenzen lassen, da Mischformen möglich sind. Täter sind zu über 90 % männlich und zeigen oft schwere psychische Störungen oder Persönlichkeitsstörungen. Viele Täter kündigen ihre Taten monatelang mittelbar an, weshalb das soziale Umfeld und ein gutes Bedrohungsmanagement wichtig für Prävention sind. Trotz der medienwirksamen Natur solcher Taten bleibt das Risiko für die Bevölkerung statistisch sehr gering.
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SSusann StöckelHOST
Journalistin und Moderatorin bei SRF; Redakteurin und Gastgeberin des Nachrichtenformats »News Plus« auf Radio SRF 4 News, das aktuelle Themen tiefgründig und verständlich aufbereitet. Moderiert diese Folge.
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Britta Bannenberg ist Professorin für Kriminologie an der Universität in Gießen. Sie forscht seit dem Amoklauf am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt (2002) empirisch zu Amoktätern und hat ihren Schwerpunkt auf Gewalt- und Tötungsdelikte gelegt; in der Folge erklärt sie Motive, Tätermerkmale und Präventionsansätze.
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