Fusionskraftwerke könnten Ende der 2060er Jahre nennenswert zum Energiecocktail beitragen – aber nur, wenn die ambitionierten politischen und industriellen Zeitpläne mit der wissenschaftlichen Realität Schritt halten können.
Die Folge beleuchtet die Kernfusion als mögliche Energiequelle der Zukunft. Während Politiker wie Friedrich Merz optimistisch von baldigen Lösungen sprechen, zeigt der Materialwissenschaftler Christoph Kirchlechner vom KIT die realen technologischen Hürden: Die Erzeugung und Kontrolle von 150 Millionen Grad heißem Plasma, die Entwicklung geeigneter Werkstoffe und die Gewinnung von Tritium sind immense Herausforderungen. Erste Demo-Kraftwerke könnten in den 2040er Jahren entstehen, aber zuverlässige, wirtschaftlich rentable Fusionskraftwerke erst ab den 2060ern. Bis dahin bleibt die Fusion ergänzend zu anderen Technologien notwendig.
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
GGabor PahlHOST
Gabor Pahl ist Moderator und Produzent bei SWR2 Wissen, dem Wissenschaftsmagazin des Südwestrundfunks. In der Folge führt er durch das Gespräch, stellt Fragen zur Evolution, Ökologie und Biotechnologie von Moosen und moderiert die Einordnung aktueller Forschungsansätze für ein breites Publikum.
Alle Auftritte von Gabor Pahl →CChristoph KirchlechnerGAST
Materialwissenschaftler und Leiter des Programms Fusion am Karlsruhe Institute of Technology (KIT). Er koordiniert und führt die Fusionsforschung am KIT an und konzentriert sich auf Materialwissenschaft unter extremen Bedingungen, insbesondere auf die Entwicklung von Werkstoffen für Fusionsreaktoren und die Bewältigung von Tritium-Kreislaufprozessen. Kirchlechner ist spezialisiert auf Materialdegradation unter Neutronenbeschuss.
Alle Auftritte von Christoph Kirchlechner →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.