
Gesünder arbeiten im Alter - Warum das Rentensystem eine Gesundheitsstrategie braucht
29. Juni 2026 · 33 Min.
Ohne bessere Gesundheit der älteren Arbeitnehmer ist eine Erhöhung des Renteneintrittsalters letztlich eine versteckte Rentenkürzung und ein Produktivitätsverlust für die Wirtschaft.
Die Folge behandelt die Herausforderung einer alternden Gesellschaft in Deutschland und die geplante Erhöhung des Renteneintrittsalters gemäß den Vorschlägen der Rentenkommission. Der zentrale Argument ist: Ein höheres Renteneintrittsalter funktioniert nur, wenn Menschen länger gesund arbeiten können. Die Folge zeigt auf, dass psychische Belastungen, Skeletterkrankungen und chronische Erkrankungen viele ältere Arbeitnehmer aus dem Erwerbsleben drängen. Eine umfassende Gesundheitsstrategie mit Prävention, medizinischer Unterstützung, lebenslangem Lernen und altersgerechten Arbeitsplätzen ist notwendig, um das Rentensystem nachhaltig zu stabilisieren und wirtschaftliches Wachstum zu sichern.
Zahlen & Fakten
3 Millionen
Prognose des Fachkräftemangels bis 2030 laut Institut der deutschen Wirtschaft
77 Prozent
Erwerbsbeteiligungsquote von Hochqualifizierten im Alter 60-64 Jahre
52 Prozent
Erwerbsbeteiligungsquote von gering Qualifizierten im Alter 60-64 Jahre
Weitere 12 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
100 Milliarden Euro
Zusätzliche jährliche Wirtschaftsleistung, wenn Menschen bis 70 arbeiten würden
2,5-3 Prozentpunkte
Anteil an der Gesamtwirtschaftsleistung, den die Arbeit bis 70 darstellen würde
20 Millionen
Anzahl der Boomer, die in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen
1 von 4
Anteil der Personen, die im Jahr 2035 in Deutschland 67 Jahre oder älter sein werden
44,6 Jahre
Durchschnittsalter der deutschen Bevölkerung im Jahr 2023
39,5 Jahre
Durchschnittsalter der deutschen Bevölkerung im Jahr 1990
0,5 Jahre
Geschätzte moderate Verlängerung der Arbeitszeit bis zum Jahr 2040 durch die geplante Rentenreform
67,5 Jahre
Renteneintrittsalter, das sich durch die geplante Reform bis 2040 ergeben würde
1 Drittel
Anteil derjenigen, die im Alter von 65-69 Jahren aus finanziellen Gründen weitarbeiten
2-3 Zehntel
Zusätzliches Bruttoinlandsprodukt bei Verbesserung des durchschnittlichen Gesundheitszustands auf das Level jüngerer Altersgruppen
33 Vorschläge
Anzahl der Reformvorschläge der 13-köpfigen Rentenkommission der Bundesregierung
45 Beitragsjahre
Erforderliche Beitragsjahre für 'Rente mit 63' ohne Abschläge, die abgeschafft werden soll
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieVFA-Policy-Brief zu Krankenlasten und Gesundheitszustand älterer Arbeitnehmer
• StudieInstitut der deutschen Wirtschaft - Prognose zum Fachkräftemangel bis 2030
• StudieStatistik der Erwerbsminderungsrente
Weitere 1 Quelle anzeigenWeniger anzeigen
• RechtRentenkommission der Bundesregierung - Reformvorschläge und Konsensreport
Wer spricht
PPhilipp EinsHOST
Moderator des Makroscope-Podcasts, wirtschaftspolitischer Journalist und Gastgeber des Gesprächs zum Thema Rentensystem und Gesundheit älterer Arbeitnehmer. Führt die Diskussion mit fachlichen Fragen und Einordnungen.
Alle Auftritte von Philipp Eins →DDr. Klaus MichelsenGAST
Chefökonom des Verbands Forschender Pharmaunternehmen. In dieser Folge analysiert er die GKV-Reform und die Protokollnotiz zum Pharmastandort, bewertet die 34 Maßnahmen des Koalitionsausschusses (inklusive Änderungen bei Krankschreibungen und der Westbalkanregelung) und erläutert die gesundheitlichen Folgen der Hitzewelle sowie erforderliche Schutz‑ und Anpassungsmaßnahmen für das Gesundheitssystem.
Alle Auftritte von Dr. Klaus Michelsen →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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