Wie (un)gerecht ist das Bildungssystem in Deutschland?
1. Juli 2026 · 31 Min.
In Deutschland hängen Bildungschancen stark von Elternbildung und Haushaltseinkommen ab; zusätzlich sind Jungen im Schnitt benachteiligt.
Der Chancenmonitor 2026 des ifo-Instituts analysiert mit Mikrozensus-Daten die Wahrscheinlichkeit, aufs Gymnasium zu gehen, und zeigt sehr große soziale Disparitäten. Kinder aus Familien mit niedrigem Einkommen und ohne Elternabitur haben deutlich geringere Gymnasialchancen als Kinder aus wohlhabenden, hochgebildeten Familien. Es gibt außerdem einen durchschnittlichen Nachteil für Jungen, der in älteren Altersgruppen stärker ausfällt. Abschließend diskutiert die Folge Folgen für Wirtschaft und mögliche politische Hebel.
Zahlen & Fakten
16,9 %
Gymnasialwahrscheinlichkeit für Kinder mit Eltern ohne Abitur im untersten Einkommensviertel
80,3 %
Gymnasialwahrscheinlichkeit für Kinder mit beiden Elternteilen mit Abitur im obersten Einkommensviertel (auch mit Migrationshintergrund)
40 %
Durchschnittlicher Anteil der Kinder in Deutschland, die aufs Gymnasium gehen
Weitere 8 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
6,6 Prozentpunkte
Durchschnittlicher Nachteil von Jungen gegenüber Mädchen in der Wahrscheinlichkeit, aufs Gymnasium zu gehen
4,4 Prozentpunkte / 9,6 Prozentpunkte
Altersdifferenz: Geschlechterunterschied im Gymnasialbesuch bei 10–12 Jährigen vs. 16–18 Jährigen
42 %
Genannter Einkommenseffekt: Personen mit Abitur verdienen netto im Mittel 42 % mehr als Personen ohne Abitur
27 %
Anteil der Kontrollgruppe, die drei Jahre nach Programmbeginn eine Berufsausbildung begonnen hatten (Mentoring-Evaluation)
29 Prozentpunkte
Wirkung des Mentoring-Programms: Erhöhung des Anteils mit Berufsausbildung gegenüber Kontrollgruppe
21–22 %
Frühere Gymnasialanteile in den untersten Gruppen vor drei Jahren (zum Vergleich mit aktuell ~16,9 %)
fast 68.000
Anzahl der betrachteten Kinder und Jugendlichen (Mikrozensus 2022, Alter 10–18 Jahre)
fast 21 Billionen Euro
Geschätzter langfristiger Zugewinn des Bruttoinlandsprodukts, wenn Bildungsziele wieder erreicht würden (über Lebenshorizont heutiger Kinder)
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• Studieifo-Institut und Bild hilft e.V., Chancenmonitor 2026
• StudieMikrozensus 2022 (Statistisches Bundesamt)
• Studieifo-Institut (Studie für die Bertelsmann Stiftung, Erwähnung in der Folge)
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
EEbert BeckHOST
Mitarbeiter in der Kommunikationsabteilung des ifo-Instituts und Moderator der Episode; führt durch das Interview, stellt Fragen zum Chancenmonitor und ordnet die Diskussion zu Bildungschancen und Politikempfehlungen ein.
Alle Auftritte von Ebert Beck →PProf. Dr. Ludger WösmannGAST
Leiter des ifo-Zentrums für Bildungsekonomik und einer der Autoren des Chancenmonitors; erläutert zentrale Befunde zur Chancengerechtigkeit, interpretiert Daten zu Elternbildung, Einkommen und Geschlechterunterschieden und diskutiert wirtschaftliche Folgewirkungen sowie politische Handlungsempfehlungen.
Alle Auftritte von Prof. Dr. Ludger Wösmann →VVera FreundlGAST
Bildungsforscherin am ifo-Institut und Mitautorin des Chancenmonitors; erklärt die Methodik (Nutzung des Mikrozensus 2022, Altersgruppen, Auswahl der Variablen) und trägt detaillierte methodische und datenbezogene Erläuterungen zur Studie bei.
Alle Auftritte von Vera Freundl →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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