Jürgen Weißenrieder – Entgeltsysteme mit der Crowd gestalten
24. Juli 2026 · 44 Min.
Nachhaltige Entgeltsysteme entstehen nur durch echte Mitgestaltung der Belegschaft – nicht durch bloße Mitsprache in stillen Kämmerchen, sondern durch transparente Prozesse, die Akzeptanz und Verständnis fördern.
Die Folge behandelt die Gestaltung von Entgeltsystemen unter Beteiligung der gesamten Belegschaft (der "Crowd"). Jürgen Weißenrieder, Vergütungsexperte und Berater, diskutiert mit den Hosts über die Unterscheidung zwischen bloßem Mitreden und echtem Mitgestalten. Er zeigt anhand praktischer Beispiele (Mitarbeiterbefragungen, Jobprofile-Bewertung, Leistungskriterien), wie Unternehmen systematisch viele Menschen in komplexe Entscheidungen einbeziehen können – unabhängig davon, ob es 25 oder 5000 Beschäftigte sind. Zentral ist die Erkenntnis, dass partizipative Prozesse zwar länger dauern, aber zu deutlich höherer Akzeptanz, weniger Widerstand und nachhaltigen Systemen führen.
Zahlen & Fakten
80 Millionen
Zahl der Nationaltrainer beim Zuschauen von Fußball-WM – Metapher für Menschen, die mitreden, ohne wirklich mitgestalten zu können
30 Prozent
Möglicher Anteil der Belegschaft direkt beteiligt; in großen Unternehmen realistische Quote bei partizipativen Workshops
10 bis 15 Prozent
Alternativer Beteiligungsanteil in größeren Unternehmen als Multiplikatoren, die Entscheidungen an andere weitergeben
Weitere 7 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
25 Menschen
Größe einer Werbeagentur als Beispiel für kleines Unternehmen, bei dem alle in gemeinsamen Workshops das Entgeltsystem entwickeln
5500 Mitarbeiter
Größter Kunde von Weißenrieder in Deutschland; insgesamt mit europäischen Werken etwa 8000 Personen in den Prozess einbezogen
10 bis 12 Beschreibungen
Typische Anzahl von Unterpunkten pro Leistungskriterium (z.B. 10-12 Beschreibungen für 'Einsatzbereitschaft')
20 bis 25
Typische Anzahl von Schlüsselfunktionen in Unternehmen, deren Jobprofile in Workshops gemeinsam bewertet werden
zwei Jahre
Typische Dauer für konzeptionelle Entwicklung eines neuen Entgeltsystems mit Crowd-Beteiligung
zwei bis drei Jahre
Weitere Zeit bis zur Stabilisierung des Systems in der Organisation und bis es zum etablierten Werkzeug wird
vier bis fünf
Typische Anzahl von Leistungskriterien-Feldern, mit denen sich Leistung recht gut fassen und operationalisieren lässt
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• BuchMitarbeiterbindung durch nachhaltiges Leistungs- und Vergütungsmanagement
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
JJürgen WeißenriederGAST
Vergütungsexperte, Berater und Autor, Gründer und Geschäftsführer von WECOS Personalmanagement in Tettnang. Spezialisiert auf die Begleitung von Entgeltsystemeinführungen in Industrieunternehmen mit partizipativen Ansätzen. Verfasser des Buches 'Mitarbeiterbindung durch nachhaltiges Leistungs- und Vergütungsmanagement'. Über 25 Jahre Erfahrung in komplexen Vergütungsprojekten mit Unternehmen unterschiedlichster Größe (25 bis 8000 Mitarbeitende).
Alle Auftritte von Jürgen Weißenrieder →PProf. Dr. Thomas GlöklerHOST
Professor für Personalmanagement an der DHBW Lörrach, Studiengangeleiter des Bachelorstudiengangs BWL-Personalmanagement. Co-Host des HR-Podcasts 'Äitsch Ar' der DHBW Lörrach und des Dualen Masters. Diskutiert aktuelle Personalmanagement- und Leadership-Themen mit Experten und führt seit Jahren Gespräche mit Vergütungsspezialisten wie Weißenrieder.
Alle Auftritte von Prof. Dr. Thomas Glökler →PProf. Dr. Uwe SchirmerHOST
Professor für Personalmanagement an der DHBW Lörrach, wissenschaftlicher Leiter des Masterstudiengangs Personalmanagement und Wirtschaftspsychologie an der DHBW. Co-Host des HR-Podcasts 'Äitsch Ar'. Bekannt für langfristige Zusammenarbeit mit Weißenrieder und tiefe Kenntnis von Entgeltmanagement-Themen sowie gesellschaftlichen Aspekten von Mitsprache und Partizipation in Organisationen.
Alle Auftritte von Prof. Dr. Uwe Schirmer →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.