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Björn Fries, Drees & Sommer NRW: „Halte nichts vom Bashing der öffentlichen Hand, Probleme sind systemischer Natur"

6. Juli 2026 · 36 Min.

Björn Fries: Das Sondervermögen ist ein wichtiges Signal, reicht aber nicht aus — die Umsetzung scheitert vor allem an systemischen Hemmnissen, sodass in fünf Jahren längst nicht alle Probleme gelöst sein werden.

Björn Fries, Senior-Teamleiter bei Drees & Sommer, erklärt, dass das Sondervermögen zwar erhebliche Mittel bereitstellt, diese aber auf ein komplexes, langsames System treffen. Entscheidende Hürden sind Vergaberecht, fehlende Transparenz bei Betreiberkosten und begrenzte Kapazitäten in Verwaltungen. Alternative Abwicklungsmodelle wie Total- oder Generalunternehmer sowie selektive Investorenverfahren können helfen, brauchen aber faire Rahmenbedingungen. Die Wirkung bemisst sich am praktischen Fortschritt bei fertiggestellten Projekten, nicht nur an Milliarden.

Zahlen & Fakten

100 Milliarden

Gesamthöhe des Sondervermögens für Infrastruktur auf Bundesebene (in der Diskussion der Folge)

20 Milliarden

Anteil, der laut Beispiel vom Bund an Nordrhein-Westfalen fließt

520 Millionen

Direktzuwendungen, die laut Fries am Ende für eine Großstadt wie Köln ankommen

Weitere 9 Zahlen & Fakten anzeigen

50 %

Anteil der Mittel, der in NRW verpflichtend für Schulbau vorgesehen ist

15 Millionen

Niedrigere Bandbreite: typischer Baukostenpunkt für eine kleinere Grundschule (genannte Größenordnung)

30 Millionen

Beispiel für ein durchschnittliches Schulbauprojekt (genannte Größenordnung)

40 Millionen

Alternative Beispielgröße für ein durchschnittliches Schulbauprojekt (genannte Größenordnung)

85–95 %

Ergebnisangabe aus IFO-Institut und Institut der deutschen Wirtschaft: Investitionen stiegen kaum trotz Kreditaufnahme

300

Ungefähr Anzahl der Schulen in Köln (Angabe zur Größenordnung)

200

Ungefähr zwei Drittel der Kölner Schulen, die Fries als sanierungsbedürftig einordnet

30 Jahre

Altersordnung vieler Gebäude (Baujahrsepochen), wodurch Sanierungsbedarf entsteht

50 Jahre

Höhere Altersordnung vieler öffentlicher Gebäude, erklärt erhöhten Erneuerungsbedarf

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Größe des Bedarfs und Wirkung des Sondervermögens: Das Sondervermögen ist ein starkes Signal, deckt aber nur einen kleinen Teil des großen Sanierungsbedarfs ab und löst das Problem nicht allein.
Systemische Hemmnisse und Umsetzungsprobleme (Vergaberecht, Verwaltung): Haupthemmnisse sind Vergaberecht, organisatorische Silos und gesetzliche Vorgaben; das Problem ist systemisch, nicht allein personell.
Alternative Abwicklungsmodelle, Markt und Transparenz im Betrieb: Total-/Generalunternehmer und Investorenverfahren können beschleunigen, brauchen aber Transparenz, faire Regeln und klare Betriebsdaten.

Quellen

StudieIFO‑Institut

StudieInstitut der deutschen Wirtschaft Köln

RechtPlanungsbeschleunigungsgesetz

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

Y
Yvette WagnerHOST

Moderatorin des Immobilierus‑Podcasts (Immo.com), führt durch das Interview und stellt die Fragen zu Markt, Projekten und Strategie.

Alle Auftritte von Yvette Wagner
B
Björn FriesGAST

Senior-Teamleiter bei Drees & Sommer, studierter Architekt und ausgewiesener Experte für Schulbau und kommunale Infrastruktur. Er arbeitet seit Jahren direkt mit Kommunen, berät zu Vergabeverfahren, Total- und Generalunternehmermodellen sowie Investorenverfahren und analysiert die praktischen Hürden bei Umsetzung und Betrieb öffentlicher Gebäude.

Alle Auftritte von Björn Fries

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

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