Medienwissenschaftler Martin Andree: Müssen digitale Meinungsmonopole brechen
18. Juli 2026 · 16 Min.
Die digitale Öffentlichkeit wird von wenigen Plattformmonopolen dominiert, was Medienvielfalt und Demokratie gefährdet.
In dem Gespräch stellt der Medienwissenschaftler Martin André seine groß angelegte Messung der deutschen Internetnutzung vor und vergleicht die Ergebnisse mit seiner Studie von 2020. Die Daten zeigen eine extrem hohe Konzentration der Aufmerksamkeit bei wenigen Plattformen; der Gini‑Koeffizient bleibt mit 0,987 nahezu unverändert hoch. Pandemiebedingtes Wachstum hat die Dominanz der großen Konzerne nicht vermindert. André kritisiert fehlende medienrechtliche Regulierung und fordert, das Haftungs‑ und Monetarisierungsregime für Plattformen zu ändern.
Zahlen & Fakten
84 %
Anteil von Google bei der Nutzung von Suchmaschinen
73 %
Anteil von YouTube bei Gratis‑Video/Nutzung von Videoplattformen
82 %
Anteil von Meta (Facebook und Instagram) an Social‑Media‑Aufmerksamkeit
Weitere 5 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
90 %
Anteil von WhatsApp im Bereich Messenger‑Nutzung
8 % p.a.
Geschätztes jährliches Wachstum des Marktes in der digitalen Welt
3 %
Geschätzte Reichweite der Webseite von Julian Reichelt bei deutschen Internetnutzern (nicht einmal 3 %)
0,988
Gini‑Koeffizient der digitalen Aufmerksamkeit laut Studie 2020
0,987
Gini‑Koeffizient der aktuellen Studie (Fortschreibung), praktisch unverändert
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• BuchAtlas der digitalen Welt (2020), Martin André
• BuchVermessung der digitalen Welt. Das Kompakthandbuch, Martin André; Campus Verlag
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
MMartin AndréGAST
Medienwissenschaftler an der Universität Köln, hat den 'Atlas der digitalen Welt' (2020) verfasst und legt mit der aktuellen Studie/Buch 'Vermessung der digitalen Welt' eine groß angelegte Messung der Internetnutzung und Aufmerksamkeit in Deutschland vor.
Alle Auftritte von Martin André →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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