Wenn das Kartenlesegerät die Optionen für Trinkgeld vorgibt
25. August 2026 · 3 Min.
Digitale Trinkgeld-Buttons auf Kartenlesegeräten können durch ihr Design Kund:innen zum Geben drängen; Verbraucherschützer fordern mehr Transparenz und gleichwertige Auswahlmöglichkeiten.
Die Folge berichtet, dass an Kartenlesegeräten häufig voreingestellte Trinkgeld-Buttons erscheinen, die Kundinnen und Kunden unter Druck setzen können. Verbraucherschützer kritisieren das als manipulative Gestaltung und verweisen auf eine Umfrage, wonach viele sich gedrängt fühlen. Branchenvertreter antworten, Bargeld bleibe oft besser und Dehoga sieht digitale Funktionen als Erleichterung. Die Verbraucherzentralen hoffen auf Regulierung durch die EU.
Zahlen & Fakten
53 %
Anteil der Kundinnen und Kunden, die sich durch digitale Trinkgeldoptionen zum Geben gedrängt fühlen (Umfrage des Verbraucherzentrale Bundesverband).
5 %, 10 %, 15 %, 20 %
Beispielhafte Prozentoptionen, die als Trinkgeld‑Kacheln an Kartenlesegeräten genannt wurden und gleichberechtigt angeboten werden sollten.
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieUmfrage des Verbraucherzentrale Bundesverband zur Wahrnehmung digitaler Trinkgeldoptionen (im Beitrag genannt; Ergebnis: 53 % fühlen sich gedrängt)
• Schriftliche Antwort des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga auf Nachfrage von MDR aktuell
• RedeAussage von Uwe Ledwig (Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung und Genuss Gaststätten im Landesbezirk Ost) zur Frage, ob elektronisches Trinkgeld bei Servicekräften ankommt
Weitere 1 Quelle anzeigenWeniger anzeigen
• Ankündigung der Europäischen Kommission, Mitte November einen Vorschlag für einen Digital Fairness Act vorzulegen
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