Gesundheitsrisiko Profisport – Knochenbrüche, Depressionen, Verschleiß
19. Juni 2026 · 28 Min.
Profisportler gehen extreme Gesundheitsrisiken ein – von Knochenbrüchen und Schädeltraumata bis zu Essstörungen und Depressionen – die ihre Karriere und oft ihr Leben lang nachwirken.
Die Folge zeigt, wie Spitzensportler körperlichen und psychischen Belastungen ausgesetzt sind, die die Allgemeinbevölkerung übersteigen. Bei Olympischen Spielen verletzten sich etwa 9 % der Athleten, in professionellen Ligen liegt die Verletzungsquote über 100 %. Neben Unfällen nehmen Jugendliche regelmäßig Schmerzmittel, leiden unter Essstörungen und entwickeln langfristige psychische Probleme. Verbände ergreifen zunehmend Maßnahmen zur Früherkennung und Prävention, doch Druck und Leistungsansprüche bleiben immens.
Zahlen & Fakten
9 %
Anteil der Athleten, die sich bei Olympia 2021 in Tokio innerhalb von 14 Tagen verletzten (etwa 1.000 von 11.000)
100–250 %
Verletzungsquote in professionellen Teamsportligen (Basketball, Handball, Eishockey, Fußball)
12 %
Anteil aller sportlich aktiven Menschen in Deutschland, die sich jährlich verletzen (7–8 Millionen Sportverletzungen jährlich)
Weitere 6 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
40 %
Anteil der Nachwuchs-Basketballer, die wöchentlich Schmerzmittel nehmen
80 %
Anteil der Nachwuchs-Basketballer, die monatlich Schmerzmittel nehmen
19 %
Anteil von 71.000 befragten Sportlern, die unter einer Essstörung leiden (Metaanalyse 2024)
2,6 Verletzungen pro Spiel
Durchschnittliche Quote bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen laut FIFA Medical Assessment and Research Center
2,5 Verletzungen pro Sportler pro Jahr
Durchschnittliche ärztlich behandelte Verletzungen in Profiligen
1 von 15–20
Geschätztes Verhältnis der Athleten mit auffälligen Werten beim Essstörungs-Screening im Momentum-Zentrum
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieStudie des FIFA Medical Assessment and Research Center in Zürich zu Verletzungen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen
• StudieStudie der Stiftung Sicherheit im Sport und Lehr- und Forschungsbereich Sportmedizin und Sporternährung der Ruhr-Uni Bochum (2022) zur Häufigkeit von Sportverletzungen
• StudieStatistik der Stiftung Sicherheit im Sport (2021) zu Verletzungsquoten in Profiligen
Weitere 3 Quellen anzeigenWeniger anzeigen
• StudieStudien der Boston University of Medicine zu Gehirnerschütterungen und Langzeitfolgen im American Football
• StudieMetaanalyse von über 170 Studien, veröffentlicht im Februar 2024 im Journal of Eating Disorders, zu Essstörungen bei Sportlern
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