Deutschland wirbt aktiv um Forschende aus den USA, bietet Forschungsfreiheit und offene Förderprogramme, steht aber vor strukturellen Herausforderungen wie befristeten Karrieren, Bürokratie und unzureichender langfristiger Finanzierung.
In Boston suchten mehr als 600 in den USA forschende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Informationen über Karrieremöglichkeiten in Deutschland. Die Bundesregierung und Förderorganisationen stellen Programme wie die „Global Minds Initiative“ vor, doch Expertinnen und Experten kritisieren, dass das Volumen und die Rahmenbedingungen nicht ausreichen. Wichtige Pluspunkte sind grundgesetzlich verankerte Forschungsfreiheit und offene Förderzugänge, die Minuspunkte betreffen Karriereperspektiven, Willkommenskultur, Bürokratie und politische Risiken für die langfristige Sicherheit des Forschungsstandorts.
Zahlen & Fakten
27 Mio. € (dieses Jahr), 50 Mio. € jährlich ab 2026
Haushaltsausstattung der Global Minds Initiative / 1000‑Köpfe‑Programm laut Ankündigung
77.000 €
Grobe Division der ersten zwei Jahre Budget (77 Mio. €) durch 1000 Köpfe als illustrative Rechnung im Beitrag
3,7 %
Anteil von US‑Staatsbürgern unter den ausländischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Deutschland laut Bericht "Wissenschaft weltoffen"
Weitere 5 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
85 %
Anteil der befragten internationalen Forschenden, die Wissenschaftsfreiheit und Autonomie in Deutschland positiv oder sehr positiv bewerten
16 %
Anteil der befragten ausländischen Forschenden, die angaben, aufgrund ihrer ethnischen Herkunft schon diskriminiert worden zu sein
90 %
Anteil der Finanzierung der Helmholtz‑Institute, der aus Bundesmitteln stammt (Anmerkung im Beitrag)
über 600
Anzahl der in den USA forschenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die zur GAIN‑Konferenz nach Boston kamen
ca. 80
Anzahl der Universitäten und Forschungsinstitute mit Ständen auf der Konferenz
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
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