SWR2 Wissen
SWR2 Wissen
SWR2 Wissen

Weg von Trump – Wie Deutschland US-Forscher anlocken will

4. Juli 2026 · 29 Min.

Deutschland wirbt aktiv um Forschende aus den USA, bietet Forschungsfreiheit und offene Förderprogramme, steht aber vor strukturellen Herausforderungen wie befristeten Karrieren, Bürokratie und unzureichender langfristiger Finanzierung.

In Boston suchten mehr als 600 in den USA forschende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Informationen über Karrieremöglichkeiten in Deutschland. Die Bundesregierung und Förderorganisationen stellen Programme wie die „Global Minds Initiative“ vor, doch Expertinnen und Experten kritisieren, dass das Volumen und die Rahmenbedingungen nicht ausreichen. Wichtige Pluspunkte sind grundgesetzlich verankerte Forschungsfreiheit und offene Förderzugänge, die Minuspunkte betreffen Karriereperspektiven, Willkommenskultur, Bürokratie und politische Risiken für die langfristige Sicherheit des Forschungsstandorts.

Zahlen & Fakten

27 Mio. € (dieses Jahr), 50 Mio. € jährlich ab 2026

Haushaltsausstattung der Global Minds Initiative / 1000‑Köpfe‑Programm laut Ankündigung

77.000 €

Grobe Division der ersten zwei Jahre Budget (77 Mio. €) durch 1000 Köpfe als illustrative Rechnung im Beitrag

3,7 %

Anteil von US‑Staatsbürgern unter den ausländischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Deutschland laut Bericht "Wissenschaft weltoffen"

Weitere 5 Zahlen & Fakten anzeigen

85 %

Anteil der befragten internationalen Forschenden, die Wissenschaftsfreiheit und Autonomie in Deutschland positiv oder sehr positiv bewerten

16 %

Anteil der befragten ausländischen Forschenden, die angaben, aufgrund ihrer ethnischen Herkunft schon diskriminiert worden zu sein

90 %

Anteil der Finanzierung der Helmholtz‑Institute, der aus Bundesmitteln stammt (Anmerkung im Beitrag)

über 600

Anzahl der in den USA forschenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die zur GAIN‑Konferenz nach Boston kamen

ca. 80

Anzahl der Universitäten und Forschungsinstitute mit Ständen auf der Konferenz

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Ausgangslage: GAIN‑Konferenz und Push‑Faktoren aus den USA · ab 00:30
Deutschlands Angebote: Förderstrukturen und das 1000‑Köpfe‑Programm · ab 07:08
Hindernisse: Karriereperspektiven, Bürokratie, Integration und politische Risiken · ab 14:56

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

Ähnliche Folgen

Campus & Karriere · 3. Juli 2026

USA vor dem 4. Juli: Probleme für Forschende in Deutschland, Int. Patrick Cramer

Patrick Kramer warnt vor anhaltender Verunsicherung in der US-Forschungspolitik und fordert, dass Europa seine Infrastruktur stärkt und gezielt Spitzenforschende rekrutiert.

Campus & Karriere · 3. Juli 2026

USA vor dem 4. Juli: Was sich für den Austausch verändert hat, Int. Strowa DAAD

Christian Strohwar sagt, dass trotz großer Unsicherheit durch verschärfte Social‑Media‑Prüfungen und Terminengpässe alle DAAD‑geförderten Studierenden die USA erreicht haben und zugleich das Interesse an Studienaufenthalten in Deutschland aus den USA deutlich gestiegen ist.

Campus & Karriere · 6. Juli 2026

Zwischen Forschungsfreiheit und Spionage - Johannes Grave, DFG-Vizepräsident

Johannes Grave betont, dass Forschung offen bleiben muss, zugleich aber Forschungssicherheit gestärkt und eine nationale Plattform zur Bewertung und Abwehr von Risiken eingerichtet werden soll.

SAATKORN · 2. Juli 2026

amtlich voran: Wie gelingt Recruiting für 74 Forschungsinstitute, SVEN HEARD?

Recruiting bei der Fraunhofer‑Gesellschaft ist einerseits hochdezentral und komplex, andererseits soll es durch strategische Standardisierung, ein zentrales Employer Branding und verantwortlichen KI‑Einsatz professioneller und effizienter werden.

Campus & Karriere · 2. Juli 2026

HRK-Kritik an Kürzung: Ende von Hochschulkooperation mit globalem Süden

Wissenschaftsorganisationen warnen, dass die geplante Streichung staatlich geförderter Hochschulkooperationen mit dem globalen Süden langfristig Bildung, Forschung und wissenschaftliche Beziehungen schädigt.

Wirtschaft · 2. Juli 2026

Arbeitsmarkt - wenn Zugewanderte wieder abwandern

Viele Zugewanderte verlassen Deutschland wieder, wie eine IAB-Studie zeigt — Dr. Teresa Koch nennt familiäre Bindungen und Bürokratie als zentrale Auswanderungsgründe.