Synapsen – ein Wissenschaftspodcast
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(155) Psychisch am Limit? Wie es Kindern wirklich geht

28. August 2026 · 55 Min.

Julian Schmitz: Etwa 15 % der Kinder und Jugendlichen zeigen klinisch relevante psychische Belastungen; Social Media wirkt nur schwach, während Armut, Schulstress und Versorgungslücken zentrale Ursachen sind und gezielte Prävention sowie Ausbau niedrigschwelliger Hilfe nötig sind.

Moderatorin Melanie Stinn spricht mit Julian Schmitz, Professor für klinische Kinder- und Jugendpsychologie (Universität Leipzig), über die psychische Lage von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Schmitz erläutert Befunde aus dem deutschen Schulbarometer und anderen Studien: Es gab einen Anstieg selbstberichteter Belastung von rund 17–18 % auf 24–25 %, klinisch relevante Fälle liegen bei etwa 15 %. Er betont, dass Social Media nur einen kleinen Gesamteinfluss hat und antivirale Narrative zu kurz greifen. Wichtige Hebel sind Armutsbekämpfung, bessere Schulstrukturen, mehr niedrigschwellige Angebote und ein Ausbau der Versorgung.

Zahlen & Fakten

17–18 %

Anteil der Minderjährigen, die sich vor der COVID‑19‑Pandemie als psychisch erhöht belastet beschrieben (deutsches Schulbarometer)

24–25 %

Anteil der Minderjährigen mit selbstberichteter erhöhter psychischer Belastung in der Erhebung 2024/2025 (deutsches Schulbarometer)

15 %

Schätzung von Julian Schmitz (Universität Leipzig) zum Anteil von Kindern und Jugendlichen mit klinisch bedeutsamen psychischen Störungen

Weitere 4 Zahlen & Fakten anzeigen

20–30 %

Anstieg diagnostizierter Angststörungen und Depressionen bei Kindern und Jugendlichen in den letzten vier bis fünf Jahren laut Analysen der DAK

150 Mrd. €

Jährliche volkswirtschaftliche Kosten durch psychische Belastungen von Kindern und Jugendlichen laut Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft

4–5 Stunden

Typische tägliche Bildschirmzeit im Jugendalter, die in der Diskussion als verbreitetes Nutzungsmaß genannt wurde (Anmerkung von Julian Schmitz)

ca. 1 Jahr

Wartezeit in der psychotherapeutischen Hochschulambulanz in Leipzig als Praxisbeispiel (Angabe von Julian Schmitz)

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Organisationen

Themen & Erkenntnisse

Bestandsaufnahme: Wie viele Kinder sind belastet? · ab 04:34
Rolle von Smartphones und Social Media · ab 08:33
Ursachen, Prävention und Versorgung: Armut, Schule, Hilfsangebote · ab 22:26

Quellen

StudieMeta‑Analyse in JAMA Pediatrics über 153 Längsschnittstudien zum Einfluss von Social Media auf Depressivität und Schulleistungen

Studiedeutsches Schulbarometer 2024/2025 (repräsentative Erhebung zu psychischer Lage von 8–17‑Jährigen in Deutschland)

StudieAnalysen der DAK zu gestiegenen Diagnosen von Angststörungen und Depressionen in den letzten vier bis fünf Jahren

Weitere 2 Quellen anzeigen

StudieBericht/Empfehlungen der Expertenkommission des Bundesfamilien‑ und Bildungsministeriums zur differenzierten Einschätzung von Social Media und Jugend

StudieAnalyse des Instituts der deutschen Wirtschaft zur ökonomischen Belastung durch psychische Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen (Schätzung: ~150 Mrd. €/Jahr)

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

M
Melanie StinnHOST

Wissenschaftsredakteurin und Moderatorin von Synapsen; moderiert diese Sonderfolge und führt das Gespräch mit Julian Schmitz über psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen.

Alle Auftritte von Melanie Stinn
J
Julian SchmitzGAST

Professor für klinische Kinder‑ und Jugendpsychologie an der Universität Leipzig; Leiter der psychotherapeutischen Hochschulambulanz für Kinder und Jugendliche, tätig in Forschung und Praxis zu psychischen Störungen, Prävention und Versorgung.

Alle Auftritte von Julian Schmitz

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

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