Was jetzt?
Was jetzt?
Was jetzt?

»Halt entfällt«: Schrumpft bald der deutsche Fernverkehr?

21. August 2026 · 13 Min.

Der Einstieg privater Anbieter wie Italo droht den Fernverkehr in Deutschland auf wenige Metropolen zu konzentrieren; die Grünen schlagen deshalb ein staatliches Planungsunternehmen und Ausgleichsmaßnahmen vor, um die Anschlussfähigkeit mittelgroßer Städte zu sichern.

Die Folge thematisiert die Sorge der Eisenbahngewerkschaft EVG, dass durch den Markteintritt von Italo ab 2028 die Deutsche Bahn im lukrativen Metropolenverkehr Marktanteile verlieren und dadurch weniger Geld für Verbindungen in die Fläche verbleiben könnte. Jonas Schulze-Pals erläutert den Gesetzentwurf der Grünen, der ein staatliches Planungsunternehmen vorsieht, um Strecken zu planen, die Schienenmaut zu senken und notfalls Verkehre auszuschreiben. Zudem ordnet Andrea Böhm US‑Abschiebungen nach Westafrika ein, etwa die Aufnahme von 20 Personen durch Liberia, und diskutiert die politischen Motive solcher Drittstaatenabkommen.

Zahlen & Fakten

300

Rund 300 deutsche Städte sind aktuell an den Fernverkehr angebunden.

2028

Italo plant ab 2028 in den deutschen Fernverkehr einzusteigen.

78

Der Gesetzentwurf der Grünen will 78 Städte zusätzlich an den Fernverkehr anbinden.

Weitere 3 Zahlen & Fakten anzeigen

20

Liberia hat 20 Menschen aufgenommen, die aus den USA abgeschoben wurden.

1.200

Liberia will bis zu 1.200 Menschen in diesem Jahr aus den USA aufnehmen.

über 15

Es gibt mittlerweile Abmachungen dieser Art zwischen den USA und über 15 afrikanischen Ländern.

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Schrumpfender Fernverkehr und Wettbewerb durch Italo · ab 02:33
Merz‑Urlaub und die 'philosophische Flaschenpost' des Regierungssprechers · ab 06:35
US‑Abschiebungen in Drittstaaten: Liberia und weitere Abkommen · ab 08:23

Quellen

Eisenbahn‑Gewerkschaft EVG (Warnung, dass der Fernverkehr sich in Deutschland auf wenige Metropolen begrenzen könnte)

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

M
Matthias PeerHOST

Matthias Peer ist Journalist, Co‑Moderator und Produzent bei ZEIT ONLINE. In dieser Folge spricht er die Kurznachrichten, begleitet das Gespräch über den AfD‑Parteitag und führt durch Teile der Einordnung.

Alle Auftritte von Matthias Peer
J
Jonas Schulze-PalsGAST

Jonas Schulze‑Pals ist Redakteur der ZEIT mit Schwerpunkt Mobilitätsthemen; in der Sendung erläutert er die Folgen des Italo‑Einstiegs für den deutschen Fernverkehr und den Gesetzentwurf der Grünen.

Alle Auftritte von Jonas Schulze-Pals
A
Andrea BöhmGAST

Andrea Böhm ist Politikredakteurin, die die Lage im Sudan seit Jahren beobachtet. In der Folge beschreibt sie die militärische Lage und humanitäre Krise in und um El Obeid sowie die Gefahren für die Zivilbevölkerung.

Alle Auftritte von Andrea Böhm

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

Ähnliche Folgen

MDR aktuell – Das Beste vom Morgen

Verschlechtern private Anbieter den Fernverkehr?

Mehr Wettbewerb im Fernverkehr kann profitable Strecken verbessern, birgt aber das Risiko, dass kleinere Städte vom Angebot abgehängt werden.

BR24 Thema des Tages

Bayerische Städte bald ohne ICE-Anbindung?

Der geplante Einstieg des italienischen Anbieters Italo in den deutschen Fernverkehr könnte dazu führen, dass zahlreiche bayerische Städte ihre ICE-Halte verlieren, wenn Wettbewerb und Politik keine Ausgleichsregeln schaffen.

Wirtschaft

Allianz pro Schiene: Politik muss Leitplanken setzen für Wettbewerb

Dirk Pflege sagt, die Politik müsse Leitplanken für Wettbewerb im Fernverkehr setzen, damit neue Anbieter wie Italo den Kundinnen und Kunden wirklich nutzen.

Wirtschaft

Gekürzte Bahninvestitionen: Allianz Pro Schiene erwartet Pleiten

Geplante Haushaltskürzungen und anhaltende Netzprobleme gefährden die Rentabilität privater Güterbahnen und könnten Pleiten auslösen, trotz gestiegener Investitionen in die Schieneninfrastruktur.

F.A.Z. Podcast für Deutschland

Totalausfall, Lachnummer, Milliardengrab: Ist die Deutsche Bahn noch zu retten?

Die Deutsche Bahn steht wegen wiederholter Systemausfälle, veralteter Technik, jahrelanger Unterinvestition und kostenträchtiger Großprojekte vor tiefgreifenden Problemen; politische Entscheidungen und strukturelle Reformen samt Priorisierung von Investitionen sind nötig.

Wirtschaft

Noch Platz auf der Schiene für verlagerten Schiffsverkehr

Peter Westenberger sagt: Die privaten Güterbahnen haben noch Kapazitäten für verlagerten Schiffsverkehr, doch Trassen bleiben eine knappe Ressource.