
Thierry Urwyler: Wie viel deiner Freiheit darf Sicherheit kosten? | Gefahr ist kein Gefühl 2
28. August 2026 · 9 Min.
Thierry Urwyler plädiert dafür, bei Befragungen zur Abwägung von Freiheit und Sicherheit die Perspektive der „doppelten Betroffenheit“ einzunehmen, damit individuelle Eigeninteressen nicht zu einseitigen Ergebnissen führen.
In der Folge diskutieren Duri Bonin und Thierry Urwyler, wie Umfragen so gestaltet werden können, dass Befragte sowohl die Rolle des potenziellen Opfers als auch die des potenziell vorsorglich Eingesperrten durchdenken. Urwyler erklärt, dass ohne diese doppelte Perspektive viele Menschen ihre eigene Sicherheit zu stark gewichten würden. An konkreten Beispielen (z. B. 100 Personen mit gleicher Rückfallwahrscheinlichkeit) zeigen sie, wie sich Schwellenwerte auf viele Unschuldige auswirken können. Abschliessend betonen sie, dass empirische Studien nötig sind, um valide Richtwerte zu finden.
Zahlen & Fakten
35 %
Angenommene Rückfallwahrscheinlichkeit von 35 %, die als Schwelle diskutiert wird; bei 100 Personen würden demnach 35 rückfällig werden.
10 % und 80 %+
Als Vergleich genannte Extremwerte (10 % beziehungsweise über 80 %) werden in der Diskussion als wenig überzeugend kritisiert.
100 Personen
Gedankliches Rechenbeispiel mit 100 vergleichbaren Personen zur Illustration der Auswirkungen einer Rückfallschwelle.
Themen & Erkenntnisse
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