Lagebericht – der Immobilienpodcast
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#273 Bezahlbarer Wohnraum: Was Arbeitgeber tun können

29. Juli 2026 · 28 Min.

Bezahlbarer Wohnraum für Azubis und Studierende lässt sich durch Kooperationen zwischen Arbeitgebern, Genossenschaften und öffentlichen Trägern realisieren, ohne dass Steuerkomplexitäten entstehen – als strategisches Werkzeug gegen Fachkräftemangel.

Die Folge vergleicht zwei Extrembeispiele: In Heidelbergs Bahnstadt wird ein privates Studentenwohnheim zu 950 Euro/Monat für 18 Quadratmeter (52 Euro/qm) geplant – ein Beleg für exploitative Privatisierung. Demgegenüber zeigt Berlins kommunales Azubiwohnheim mit 340 Euro Warmmiete für 150 Einheiten ein funktionierendes Gegenmodell. Die Hosts diskutieren, wie Arbeitgeber durch dezentrale Finanzierungsstrukturen (Genossenschaften, Stiftungen) bezahlbare Werkswohnungen schaffen können, ohne in Steuerfallen zu tappen – wenn nicht direkt der Arbeitgeber, sondern eine unabhängige Stelle Vermieter ist.

Zahlen & Fakten

70 Prozent

Anteil der per Losverfahren vergebenen Plätze im Berliner Azubiwohnheim

30 Prozent

Anteil der an besonders Bedürftige vergebenen Plätze im Berliner Azubiwohnheim

950 Euro pro Monat

Geplante Warmmiete für ein Studentenwohnzimmer à 18 Quadratmeter in Heidelbergs Bahnstadt

Weitere 5 Zahlen & Fakten anzeigen

52 Euro pro Quadratmeter

Mietpreis pro Quadratmeter im geplanten Heidelberger Studentenwohnheim

18 Quadratmeter

Größe eines einzelnen Zimmers im geplanten Heidelberger Studentenwohnheim

150 Einheiten

Anzahl der Zimmer im Berliner Azubiwohnheim

340 Euro Warmmiete

Monatliche Miete pro Zimmer im Berliner kommunalen Azubiwohnheim

10x

Überzeichnungsfaktor des Berliner Azubiwohnheims (10 Bewerbungen pro Platz)

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Krise des bezahlbaren Wohnraums in Heidelberg: Das Studentenwohnheim als Negativbeispiel · ab 04:28: Privates Studentenwohnheim in Heidelbergs Bahnstadt soll 950 Euro/Monat für 18 Quadratmeter kosten. Dies markiert die Grenze zwischen Neubau und Profitmaximierung ohne gesellschaftlichen Nutzen.
Berlins Erfolgsmodell: Kommunales Azubiwohnheim als Lösung · ab 09:12: Berlin betreibt erfolgreich ein kommunales Azubiwohnheim mit 150 Einheiten à 340 Euro Warmmiete. Das Projekt wurde zehnfach überzeichnet und zeigt praktikable Lösungen jenseits von Neubau.
Transfermodelle: Genossenschaften, Eigeninitiative und der Appell zur Bürokratieabbau · ab 12:59: Mehrere Arbeitgeber könnten Genossenschaften oder Stiftungen gründen und so Werkswohnheime errichten, ohne direkte Vermietung zu erfolgen. Bürokratie erstickt solche Initiativen oft im Keim.

Wer spricht

K
Katharina IvankovicHOST

Co-Host des Lageberichts – Immobilienpodcast. Führt mit Fachkompetenz und kritischer Perspektive Interviews zu Wohnungsmarkt, Stadtentwicklung und Baupolitik. Persönliche Erfahrung als Absolvent eines dualen Studiums in Heidelberg (seit 2012), wodurch sie Bezug zu Studentenwohnraum-Thematik hat.

Alle Auftritte von Katharina Ivankovic
D
Dr. Peter HettenbachHOST

Co-Host des Lageberichts – Immobilienpodcast. Bringt tiefe Expertise in Immobilienfinanzierung, Steuerrecht (insbesondere geldwerter Vorteil), Genossenschaftsmodelle und strategische Unternehmensplanung ein. Diskutiert lösungsorientiert Szenarien für bezahlbares Wohnen.

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