Psychologie to go!
Psychologie to go!
Psychologie to go!

Selbst- Sabotage: Wie wir uns selbst im Weg stehen

5. Juli 2026 · 39 Min.

Selbstsabotage ist oft kein böswilliges Muster, sondern ein teilweise unbewusster Schutzmechanismus, der kurzfristig unangenehme Gefühle vermeidet, langfristig aber Chancen und Wohlbefinden schmälert.

Die Folge erklärt Selbstsabotage als Spektrum von bewusstem bis unbewusstem Verhalten und gibt viele Alltagsbeispiele (Prokrastination, Beziehungskündigungen, Ausweichen vor Erfolg). Ursachen sind vor allem Angst (vor Scheitern oder vor Erfolg), Wertekonflikte, Reaktanz und biografische Muster; sogar neurobiologische Befunde (größere Amygdala bei sorgenvolleren Personen) werden diskutiert. Abschließend besprechen die Hosts mögliche Wege zur Veränderung: Bewusstwerdung, stärkere Verbindung zum Zukunfts-Ich und individuelle, kontextabhängige Strategien.

Zahlen & Fakten

90 %

Angabe zu fast fertigen Manuskripten, die nicht abgeschlossen oder eingereicht werden (anecdotisch im Gespräch).

3 Stunden

Beispiel: nur drei Stunden Schlaf vor einer Prüfung als selbstwertschützende Sabotagehandlung.

2018

Jahresangabe zur im Gespräch genannten Studie der Rhein‑Ruhr‑Uni über Amygdala‑Größe und Sorgenneigung.

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Einstieg: Beispiele und Begriffsklärung von Selbstsabotage · ab 00:14: Alltagsbeispiele illustrieren Selbstsabotage als Kontinuum von bewusst bis unbewusst, nicht als böswillige Absicht.
Ursachen und Mechanismen: Angst, Reaktanz, Wertekonflikte und Neurobiologie · ab 04:13: Angst, Reaktanz, Wertekonflikte und neurobiologische Faktoren erklären, warum Menschen sich selbst im Weg stehen.
Folgen und Strategien: Kostenabschätzung, Zukunfts‑Ich und Veränderungsmöglichkeiten · ab 30:25: Selbstsabotage kostet langfristig; Bewusstwerdung und stärkere Verbindung zum Zukunfts‑Ich helfen Veränderung zu ermöglichen.

Quellen

Studie2018, Forschergruppe der Rhein‑Ruhr‑Uni (Studie zu Amygdala‑Größe und Zusammenhang mit sorgenvollerem Temperament / Neigung zu Selbstsabotage)

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

C
Christian WeißHOST

Christian Weiß ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Co-Host des Podcasts »Psychologie to go!«. Er erläutert neurobiologische und psychologische Konzepte praxisnah, bringt medizinische Perspektiven auf psychische Erkrankungen ein und teilt klinische Erfahrungen in der Diskussion.

Alle Auftritte von Christian Weiß
F
Franka CirrutiHOST

Franka Cirruti ist Psychotherapeutin und Co-Hostin des Podcasts »Psychologie to go!«. In der Folge moderiert sie die Diskussion, gibt psychotherapeutische Einordnungen, erläutert psychologische Konzepte praxisnah und verweist auf weiterführende Informationen auf franka-ciruti.de.

Alle Auftritte von Franka Cirruti

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

Ähnliche Folgen

SWR2 Wissen · 5. Juli 2026

Kontrollverlust – Was hilft gegen Hilflosigkeit?

Gefühle von Kontrollverlust entstehen, wenn eigenes Handeln nicht erwartungsgemäß wirkt; Hilfe bieten Ressourcenmobilisierung, adaptive Zielanpassung und die Auseinandersetzung mit Emotionen.

Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen · 8. Juli 2026

Impostor-Phänomen – Wenn erfolgreiche Menschen an sich selbst zweifeln

Das Imposter-Phänomen beschreibt das Gefühl, eigene Erfolge auf Zufall zurückzuführen und als „Hochstapler“ enttarnt zu werden, was das berufliche und persönliche Wohlbefinden beeinträchtigen kann.

happy, holy & confident · 8. Juli 2026

Es gibt einen Teil in dir, den niemand je verletzen kann | mit Trauma-Expertin Verena König

Tief in dir gibt es einen unversehrten Kern; Trauma und seine Schutzstrategien sind verständliche Überlebensreaktionen, die liebevolle Integration statt Auslöschung brauchen.

Betreutes Fühlen · 6. Juli 2026

Zu viel Druck - was hilft gegen Perfektionismus mit Matze Hielscher

Perfektionismus entsteht weniger aus dem Wunsch, Dinge gut zu machen, sondern aus anhaltender Unzufriedenheit; menschliche Unvollkommenheit und ein ‚gut genug‘-Anspruch können entlasten und sind gesellschaftlich wichtig.

So bin ich eben · 7. Juli 2026

Richtig abschalten: Wie Urlaub und Freizeit dich wirklich erholen

Erholung gelingt nicht automatisch durch Urlaub, sondern wenn Freizeit gezielt psychologische Bedürfnisse erfüllt — regelmäßige kurze Auszeiten und realistische Erwartungen sind oft wirksamer als ein einmaliger großer Urlaub.

Rehmann · 6. Juli 2026

Bipolar 1: Wenn das eigene Kind psychisch erkrankt

Ursula schildert, wie die Bipolar‑1‑Erkrankung ihrer Tochter das Familienleben erschütterte und wie Selbstfürsorge und fachliche Unterstützung Angehörige entlasten können.